Ibon navarro wirft hin: unicajas goldene ära endet mit 400.000-euro-beule
Der Mann, der aus dem kriselnden Andalusierklub Europas Angstgegner schuf, geht. Ibon Navarro hat dem Unicaja Málaga mitgeteilt, dass er seinen noch laufenden Vertrag nicht erfüllen wird. Die Konsequenz: ein Pokerspiel um 400.000 Euro – genau die Summe, die der Basko freikaufen muss, wenn er die 180 Siege und sieben Titel hinter sich lassen will.
Ein trainer verlässt seine skulptur
Vier Jahre und fünf Monate lang baute Navarro aus Los Guindos eine Festung. Sieben Pokale, darunter die Basketball Champions League und jetzt die Intercontinental Cup, standen am Ende. Kein Unicaja-Coach zuvor feierte mehr Siege. Keiner wurde so sehr zur Identifikationsfigur. Dass er jetzt nach einer Saison ohne Play-off-Endesa, mit einem Viertelfinal-Aus in der Copa und Platz drei in der Final Four geht, wirkt wie ein Schnitt mitten im Höhepunkt.
Die Lücke, die er hinterlässt, ist monumental. Sportdirektor Juanma Rodríguez muss nicht nur einen Nachfolger finden, sondern ein ganzes System neu kalibrieren. Denn Navarro war nicht nur Chef, sondern Architekt: seine Verteidigung nach Switch-Prinzip, sein Offense-Flow mit permanentem Screening – das alles war auf seine Handschrift zugeschnitten.

Barça und roter stern lauern
Die Gerüchte sind keineswegs heiße Luft. Im Camp Nou wartet ein Stuhl, seit Xavi Pascual seinen Abschied ankündigte. In Belgrad würde Navarro auf Tyson Carter treffen – seinen ehemaligen Schützling, der dort bereits auf den Ball wartet. Beide Klubs könnten die Ausstiegsklausel stemmen, ohne mit der Wimper zu zucken.
Was bleibt, ist ein bitterer Nachgeschmack in Málaga. Die Fans feierten ihn noch vor Wochen, als er mit der Intercontinental-Cup-Trophäe durch die Stadt fuhr. Jetzt steht er vor der Wahl: Loyalität gegen neue Krönung.
Der Countdown läuft. Sobald die Verhandlungen die 400.000-Euro-Marke erreichen, ist die Goldene Ära des Unicaja passé – und ein Sommer voller Fragezeichen beginnt.
