Barça willigt nicht ein: inter pocht auf 70 mio. für bastoni – und spielt hart

Die Kasse ist leer, die Nerven blank. Barcelona will Alessandro Bastoni, Inter sagt: erst 70 Millionen, dann reden wir. Der Sturm auf den italienischen Verteidiger ist in vollem Gange, doch die Nerazzurri stellen sich quer.

Die botschaft von piero ausilio ist eindeutig

„Wer ihn will, kennt meine Nummer“, sagte Sportdirektor Piero Ausilio am Rande des Trainings. Keine Worthülse, keine Kompromissbereitschaft. Der 25-jährige Bastoni steht noch bis 2027 unter Vertrag, und Mailand rechnet sich aus: Ein linker Innenverteidiger mit Ballamierung, Übersicht und 1,90 m Länge ist in Zeiten von Build-up-Fetischismus ein rares Gut. 70 Millionen? Für Inter kein Fantasiepreis, sondern Marktwert.

Die Katalanen dagegen tänzeln auf dem Seil der spanischen Liga-Grenze. Neue Schulden? Verboten. Gehaltsobergrenze? fixiert. Also versuchen sie es mit dem altbekannten Tanz: mediales Tauziehen, Gerüchte über Spieler-Tauschgeschäfte, das übliche Sommertheater. Inter aber lässt nicht mit sich reden. Wer in den letzten Tagen spanische Zeitungen aufschlug, konnte lesen, das Angebot liege „nur“ bei 45 plus Bonis. Lächerlich, lautet die Antwort aus dem Viale della Liberazione.

Warum bastoni plötzlich wieder zur chefsache wird

Warum bastoni plötzlich wieder zur chefsache wird

Zwei Spiele ohne ihn – zwei Siege. 3:0 gegen Cagliari, 2:1 in Como. Die Abwehr stand. Trotzdem: Trainer Simone Inzaghi wartet sehnsüchtig auf den Comeback-Termin. Die Auswärtspartie in Turin kommt wohl noch zu früh, doch gegen Parma in sieben Tagen soll Bastoni wieder auf dem Rasen von San Siro stehen. Dann könnte die Meisterschaft entschieden werden. Und mit jedem Ball, den er diagonal auf Lautaro oder Dumfries schlägt, steigt auch der Preis.

Intern schraubt Inter die Messlatte sogar noch höher. 70 Millionen sind das Minimum, sollte Barça einen Ratenplan andienen, muss der Gesamtbetrag auf über 80 steigen. Dazu will man eine sofortige Barkasse von mindestens 30 Millionen sehen. Ein Schelm, wer an die Schulden denkt, die Inter selbst noch bei der Suning-Ära angehäuft hat. Die Hintertür bleibt offen – aber nur für Vollzahler.

Was den deal noch sprengen könnte

Was den deal noch sprengen könnte

Joan Laporta kann pfeifen, so voll ist seine Kasse nicht. Der Barça-Präsident müsste entweder einen Investor finden, der die Lizenz für die spanische TV-Rechte sofort vorfinanziert, oder einen Spieler verkaufen, der nicht Frenkie de Jong heißt. Beides ist riskant. Zeit also für Inter, den Preis oben zu halten und parallel Plan B zu ölen: Riccardo Calafiori von Bologna steht auf der Liste, Gianluca Mancini von Roma ebenfalls. Sollte Bastoni doch gehen, wäre die Lücke schnell gestopft.

Am Ende bleibt ein simpler Fakt: Inter hat die Ware, Barça das Kreditproblem. Solange die blaugrana Bank keinen Kreditrahmen freischaufeln, bleibt Bastoni ein teurer Traum. Und im Camp Nou rückt die Erkenntnis näher: Ohne Geld kein Spieler, ohne Spieler kein Titel. Die Uhr tickt – für beide Seiten.