Banda-beben in neapel: lecce-profi stürzt nach schlag auf brust ein
Der Stadio Diego Armando Maradona wurde zur Notaufnahme. Lecce-Flügler Lameck Banda sackte in der 88. Minute unmittelbar nach einem Check gegen die Brust einfach zusammen. Die Partie stand 1:2, die Gäste jagten den Ausgleich – doch plötzlich zählte nur noch ein Atemzug.
Antonio Conte war es, der als Erster bemerkte, wie Banda die Hände auf die Knie stemmte und nach Luft schnappte. Der Napoli-Coach sprintete zum vierten Offiziellen, Sekundenbruchteile später donnerte das Notarztteam über den Rasen. Die 45 000 Zuschauer verstummten, die Spieler knieten, das Handylicht der Fans flackerte wie ein Notsignal.
Der schlag auf die brust – 40 sekunden vor dem kollaps
Laut DAZN Italia prallte Bandas Brustkorb 40 Sekunden vor dem Sturz mit voller Wucht gegen einen Gegenspieler. Der Nationalspieler aus Sambia atmete schwer, schüttelte sich – und brach dann doch ein. Bewusstlos wurde er laut Vereinsangaben nicht, was die Ärzte vor Ort als „kleines Glück“ im Chaos bezeichnen. Die Golfkarre, die ihn Richtung Krankenwagen schob, wurde zur Zielgeraden der Hoffnung.
Die Diagnose steht noch aus. Herzkammer-Flimmern? Prellung am Brustbein? Oder einfach nur die pure Panik nach einem Schlag, der die Atemmuskulatur für Sekunden lahmlegt? Lecce-Sportdirektor Valentino Mancini wollte sich vor allem dafür bedanken: „Die schnelle Reaktion von Conte und dem medizinischen Team hat möglicherweise Leben gerettet.“

Spielstand? nebensache
Der 2:1-Sieg von Napoli – Højlund und Politano drehten Sieberts frühe Führung – rutschte in die Bedeutungslosigkeit. Auf den Tribünen ertönte statt Jubel Applaus, als die Ambulanz langsam das Feld verließ. Die Südtribüne skandierte „Forza Banda“, während die Lecce-Anhänger ihre Schals über die Schultern warfen wie Rettungsdecken.
Die Serie A verlegte die Nachspielzeit ins Nichts. Die Spieler gingen mit hängenden Köpfen in die Kabine, selbst Højlund, sonst Torjubel-Purist, senkte den Blick. „Wenn das Spiel wieder anfängt, ist es nur noch ein Spiel“, sagte Conte später. „Aber in dieser Minute war es das Letzte, woran irgendjemand dachte.“
Für Banda geht es nun ins Ospedale Cardarelli. Die ersten CT-Bilder zeigen keine inneren Blutungen, sein Puls stabilisierte sich auf dem Weg zur Klinik. Dennoch bleibt er zur Observation stationiert. Lecce kündigte an, dass der 25-Jährige mindestens zehn Tage pausieren wird – unabhängig von der Diagnose. Die wahre Frage lautet nicht, wann er wieder spielt, sondern ob er je wieder so tief durchatmen kann wie zuvor.
