Badosa kehrt zurück: einladung in hertogenbosch rettet wimbledon-traum

Ein herber Absturz im Weltranking und eine ungewisse Zukunft – Paula Badosa schien am Tiefpunkt ihrer Karriere angelangt. Doch die Spanierin zeigt Kampfgeist und nutzt eine Einladung zum WTA-Turnier in Hertogenbosch, um zurück ins Tennis einzusteigen. Ihr Comeback könnte ihr direkt den Weg nach Wimbledon ebnen.

Die einladung als rettungsanker

Nach einer enttäuschenden Vorstellung beim Mutua Madrid Open, bei der sie bereits in der ersten Runde scheiterte, hatte Badosa beschlossen, eine Pause einzulegen. Die Vorbereitungen für die Turniere in Rom und Roland Garros blieben aus, was ihre Position im Ranking weiter verschlechterte. Aktuell muss sich die ehemalige Weltranglisten-Vierte auf dem 141. Platz wiederfinden. Nun winkt die Chance, sich neu zu beweisen: Eine Wildcard für das WTA 250-Turnier in Hertogenbosch ermöglicht ihr den sofortigen Einstieg in den Wettbewerb.

Ihre erste Hürde wird die Ukrainerin Daria Snigur sein, gegen die sie bisher noch nie gespielt hat. Ein Duell auf Augenhöhe ist angesichts der aktuellen Weltranglistenpositionen (Snigur auf Platz 93) nicht zu erwarten, doch für Badosa geht es in erster Linie darum, wieder Matchfitness zu gewinnen und Selbstvertrauen zurückzugewinnen.

Wimbledon-ticket dank verletzungspech

Wimbledon-ticket dank verletzungspech

Ein überraschender Umstand könnte Badosa sogar den direkten Einzug in die Hauptrunde von Wimbledon ermöglichen. Zwei Absagen von Spielerinnen aufgrund von Verletzungen haben dazu geführt, dass die Spanierin ohne Qualifikationsspiele ins Turnier einziehen kann. Ein Glücksfall, der ihr nun die Chance bietet, auf Rasen wieder an ihre früheren Erfolge anzuknüpfen. Die Entscheidung von Pol Toledo, ihr Trainer, sich weiterhin in den Trainingsprozess einzubringen, wird sich sicherlich auszahlen.

Die Situation ist ironisch: Ein Rückschlag führt zu einer neuen Chance. Badosa muss sich nun beweisen und zeigen, dass sie trotz des Absturzes in der Weltrangliste immer noch zu den Top-Spielerinnen gehört. Ihre Reise zurück an die Spitze des Tennis hat gerade erst begonnen, und der Weg über Hertogenbosch und Wimbledon könnte der entscheidende sein.