Oberstdorf träumt vom wintersport-märchen 2031 – chance zur revanche?

Zehn Jahre nach der Geister-WM, die ohne begeisterte Fans im Allgäu stattfand, blickt Oberstdorf voller Hoffnung auf die nächste Chance: Die Vergabe der Nordischen Ski-WM 2031 steht an. Kann der Ort das Wintermärchen von 2005 wiederleben lassen und endlich die Versäumnisse von 2021 vergessen machen?

Ein jahrzehnt der stille – und jetzt ein neubeginn?

Die Erinnerung an die Nordische Ski-WM 2021 ist in Oberstdorf noch lebendig. Doch statt Jubel und ausgelassener Stimmung prägten leere Tribünen und strenge Corona-Regeln das Bild. Sportlich lief alles nach Plan, doch das eigentliche Herzstück eines solchen Großereignisses – die Fans – blieben fern. Nun, fast ein Jahrzehnt später, soll Oberstdorf zeigen, dass es aus dieser Erfahrung gelernt hat. Am kommenden Mittwoch entscheidet die Internationale Ski-Föderation (FIS) über die zukünftige Ausrichterin der Titelkämpfe. Oberstdorf stellt sich der Konkurrenz aus Slowenien.

Planica als harter konkurrent – was spricht für oberstdorf?

Planica als harter konkurrent – was spricht für oberstdorf?

Die Konkurrenz kommt aus Planica, Slowenien, einem Ort, der erst 2023 selbst eine Nordische Ski-WM ausrichtete und dabei ein beeindruckendes Sportfest mit zahlreichen Zuschauern feiern konnte. Doch Oberstdorf kann auf eine lange Tradition und seine Erfahrung als Austragungsort verweisen. Die vorhandene Infrastruktur und die organisatorischen Fähigkeiten sind unbestritten. Darüber hinaus betont der Deutsche Skiverband (DSV) in der Bewerbung das klare Ziel, „ein emotionales Sportfest mit vollen Rängen und nachhaltiger Wirkung“ zu schaffen. Die Bilder einer WM ohne Fans sollen endgültig der Vergangenheit angehören.

Von wintermärchen zu geisterspielen – eine bittere pille

Von wintermärchen zu geisterspielen – eine bittere pille

Wer die WM 2005 in Oberstdorf miterlebt hat, weiß, was möglich ist: Volle Tribünen, eine ausgelassene Stimmung und Momente, die in die Geschichte des Wintersports eingingen. Das soll 2031 wieder so sein – ein Kontrast zu den tristen Bildern von 2021, als die Athleten auf leeren Rängen um Medaillen kämpften. Die Pandemie hat Oberstdorf eine bittere Pille schlucken lassen, doch die Hoffnung auf eine Revanche ist groß. Die Organisatoren wollen zeigen, dass sie gelernt haben, wie man ein unvergessliches Sportevent auf die Beine stellt, bei dem die Fans im Mittelpunkt stehen.

Die Entscheidung am Mittwoch wird zeigen, ob der Traum von einem neuen Wintermärchen in Oberstdorf wahr wird.