Azteca bebt: das längste wm-turnier beginnt mit risiko!
Ein Gewitter über Mexiko-Stadt, Proteste in der Luft und ein Gegner, der sich wehrt – der Eröffnungsauftritt der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 im legendären Estadio Azteca verspricht mehr als nur ein Fußballspiel. Die Arena, die bereits 1970, 1986 und nun wieder 2026 Geschichte schrieb, ist Schauplatz eines Ereignisses, das den Fußball für immer verändern könnte: 48 Teams, ein Marathon aus Spielen, der bis zum 19. Juli in New Jersey endet.

Die schatten der vergangenheit und die last der erwartungen
Das Ambiente ist elektrisierend, doch die Organisatoren müssen sich in Acht nehmen. Heftige Regenfälle haben Pfützen auf dem Rasen hinterlassen – ein Albtraum für jeden Fußballer. Und dann sind da noch die sieben Demonstrationen, die antigouvernementale Gruppen angekündigt haben. Eine Zerreißprobe für die Sicherheit, während das Spiel zwischen Mexiko und Südafrika stattfindet.
Ironischerweise wiederholt sich die Geschichte: Genau wie 2010 in Südafrika endet das Spiel mit einem 1:1-Unentschieden, erneut unter der Leitung von Trainer Javier 'El Vasco' Aguirre. Doch die Zeiten haben sich geändert. Der Druck auf das 'Tri' ist immens. Mexiko hat in den letzten sieben Weltmeisterschaften stets in der Gruppenphase versagt – eine Peinlichkeit, die das Land immer wieder traumatisiert. Die Erwartungen sind hoch, die Presse unerbittlich, die Fans fordern endlich den erhofften Durchbruch.
Acht Spiele ohne Niederlage, darunter zwei Unentschieden gegen Portugal (0:0) und Belgien (1:1), lassen auf eine verbesserte Leistung hoffen. Siege gegen Panama (0:1), Bolivien (0:1), Island (4:0), Ghana (2:0), Australien (1:0) und Serbien (5:1) haben die Hoffnung neu entfacht. Doch die Gegner im A-Gruppe – Südafrika, Südkorea und die Tschechische Republik – sind alles andere als leichte Gegner.
Hugo Broos, der 74-jährige belgische Trainer Südafrikas, könnte mit seinem Team eine Überraschung schaffen. Die Erinnerungen an das unvergessliche 1:1 von 2010 sind noch lebendig, doch diesmal zählt nur der Sieg. Die mexikanische Auswahl ist klarer Favorit, doch die Vergangenheit lehrt Demut.
Die Welt blickt nach Mexiko, auf das Stadion, das mehr WM-Eröffnungen erlebt hat als jedes andere. Ein Symbol für die Leidenschaft, die Geschichte und die Herausforderungen des Fußballs. Heute beginnt die Geschichte der WM 2026 – und der Azteca ist bereit, sie zu schreiben.
