Aguirre vor wm-auftakt: emotionen, erinnerungen und selbstbewusstsein
Javier Aguirre, der erfahrene Fußballtrainer, stand im Mittelpunkt der Pressekonferenz vor dem Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft zwischen Mexiko und Südafrika. Seine Aussagen gaben Aufschluss über seine Erwartungen, Erinnerungen und die tiefe Verbundenheit mit seiner Heimat.
Die schatten der vergangenheit: spanien und die penaltyschützen
„Es ist richtig, dass ich viele Jahre in Spanien trainiert habe und viele Freunde dort habe, die mich sicherlich unterstützen“, begann Aguirre. Doch die Erinnerung an die WM 1986 spukte auf. „Ich erinnere mich, dass Mexiko, Spanien und Brasilien in der gleichen Runde standen und alle drei im Elfmeterschießen scheiterten. Ich kenne Luis de la Fuente gut und habe als Trainer bereits einige seiner Spieler erlebt.“ Diese Erfahrung, gepaart mit dem Respekt vor dem spanischen Team, macht die Aufgabe für Mexiko alles andere als leicht. Aguirre schätzt Spanien als einen der WM-Anwärter ein, betont aber auch das Selbstvertrauen seiner Mannschaft.
„Wir könnten sein, dass wir in der 20. Minute bereits führen“, so Aguirre, „aber das ist Fußball. Es gibt viele Umstände, die man nicht beeinflussen kann. Aber dies ist Mexiko, und nichts und niemand wird uns ändern.“ Diese Worte spiegeln den unbändigen Stolz und die Entschlossenheit wider, die Aguirre und sein Team in dieses Spiel investieren.

Ein azteken-comeback mit familiärer unterstützung
Das Gefühl, wieder im Estadio Azteca zu stehen, beschrieb Aguirre als „die beste Emotion meines Lebens.“ Er betonte die Bedeutung der familiären Unterstützung: „Die, die mich kennen, wissen, was ich fühle. Meine ganze Familie wird im Stadion sein, mit meinen Enkelinnen. Das bedeutet mir sehr viel.“ Diese persönliche Note verleiht der bevorstehenden Partie eine zusätzliche emotionale Tiefe.

Die frage nach dem besten: trelles' vermächtnis
Auf die Frage, ob er der beste mexikanische Trainer aller Zeiten sei, wich Aguirre aus. „Der Beste in der Geschichte Mexikos ist der verstorbene Nacho Trelles. Er hält den Rekord für die meisten Spiele als Trainer der Nationalmannschaft.“ Er fügte hinzu, dass die Zeit ihm zeigen werde, welchen Platz er in der mexikanischen Fußballgeschichte einnehmen wird – eine diplomatische Antwort, die Demut und Ehrfurcht vor der Vergangenheit demonstriert.
Aguirre hat in Mexiko seine Spuren hinterlassen, und seine Rückkehr an die Seitenlinie des Aztekenstadions ist mehr als nur ein Spiel. Es ist eine Hommage an seine Karriere, an seine Familie und an die Leidenschaft, die er für den mexikanischen Fußball hegt. Die Partie gegen Südafrika wird zeigen, ob diese Emotionen auf dem Platz Früchte tragen.
