Messi & ronaldo bei der wm: müller äußert deutliche zweifel
Die Fußballwelt hält den Atem an: Während Argentinien und Portugal mit ihren Superstars Messi und Ronaldo in die WM-Saison starten, schöpft Bayern-Legende Thomas Müller ungewöhnlich wenig Hoffnung. Seine Einschätzung sorgt für Gesprächsstoff – und wirft einen kritischen Blick auf die alternden Weltklassespieler.
Müllers skepsis: mehr als nur ein bauchgefühl
Der 36-Jährige, der bei den Vancouver Whitecaps unter Vertrag steht und die WM als TV-Experte begleiten wird, äußerte sich im Gespräch mit der Bild deutlich skeptisch. „Das finde ich hochinteressant. Ich bin da eher skeptisch und gespannt, wie diese Wette ausgeht“, so Müller. Seine Bedenken liegen vor allem im defensiven Bereich: „Denn der Ronaldo von heute hat sicherlich noch ähnliche Abschluss-Qualitäten – aber vor allem gegen den Ball spielst du quasi nur mit 10,5 Spielern.“
Es ist ein Vorwurf, der sticht. Während Ronaldos Torinstinkt unbestritten ist, leidet seine Einsatzbereitschaft in der Defensive zunehmend. Auch bei Messi, der aktuell in der MLS seine Kicks sucht, sieht Müller zwar noch immer eine Augenweide am Ball, betont aber: „Körperlich sind die Jungspunde einfach auf einem anderen Level.“

Comeback? „völliger käse!“
Die Frage, ob Müller selbst noch einmal in die DFB-Elf zurückkehren könnte, verneint er entschieden. „Ein Comeback wäre völliger Käse“, macht er kurzen Prozess. Sein Argument ist unerbittlich: „Auf diesem Niveau brauchst du aus meiner Sicht elf Spieler, die nicht nur technisch und taktisch auf der Höhe sind, sondern heutzutage umso mehr auch körperlich. In Sachen Schnelligkeit und Power hat sich der Fußball in den vergangenen Jahren brutal weiterentwickelt.“
Die Zahlen sprechen für sich: Die durchschnittliche Geschwindigkeit eines Profifußballers hat sich in den letzten zehn Jahren um beachtliche 10% erhöht. Die körperlichen Anforderungen sind explodiert. Ob Messi und Ronaldo dieser Entwicklung noch gewachsen sind, wird die WM zeigen. Portugal trifft am Mittwoch auf den Kongo, Argentinien auf Algerien. Die Frage ist nicht, ob die Legenden noch glänzen können – sondern ob sie mithalten können.
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