Avilés trifft nach fünf minuten – algeciras beendet durststrecke gegen harmloses nàstic

Javier Avilés schlug schon vor dem ersten Pfeifchen zu. Sein Tor nach fünf Minuten war ein Schock für Gimnàstic – und die Erlösung für ein Algeciras, das seit vier Spielen auf einen Sieg wartete. Die Andalusier verwalten daraufhin souverän, während die Katalanen trotz 85 Minuten Ballbesitz nie wirklich zünden.

1:0mehr brauchte der Tabellen-14. der Primera RFEF, Gruppe 2, um die Abstiegsängste zu besänftigen. Trainer Javier Vázquez stellte seine Mannschaft auf Beton: kompakt, tief, unbequem. Das Mittelfeld ließ keine Lücke, die Viererkette rückte nicht einen Meter. Gimnàstic lief an, passte sich, fand aber kein Mittel gegen die Mauer.

Avilés’ frühtreffer setzt die richtung fest

Der Treffer entstand nach einem schnellen Umschwung auf dem linken Flügel. Ángel Gómez schickte Avilés, der aus 14 Metern trocken ins lange Eck traf. Die Ampera-Arena (Nuevo Mirador) tobte – und verstummte danach nicht mehr. Avilés selbst sah bereits in der achten Minute Gelb, weil er den Konter mit einem taktischen Foul stoppte. Die Karte schränkte ihn ein, aber seine Präsenz blieb spürbar, bis er in der 61. Minute für Obeng ausgewechselt wurde.

Gimnàstics Trainer Pablo Alfaro reagierte mit Doppelwechsel zur Pause und nach 66 Minuten. Doch weder Álex Jiménez noch Baselga konnten die Partie aufmischen. Besonders Cedric Omoigui blieb isoliert, weil die zentralen Mittelfeldspieler Pau Martínez und Jaume Jardí selten vor dem Strafraum freie Räume schufen. Die Statistik spricht Bände: nur zwei Torschüsse aufs Tor, kein nennenswerter Abschluss nach der 75. Minute.

Algeciras spielt die uhr runter – und das souverän

Algeciras spielt die uhr runter – und das souverän

Nach dem Seitenwechsel verwandelte sich das Spiel in ein Schachspiel. Algeciras zog sich in die eigene Hälfte zurück, ließ aber keine Großchance zu. Iván Turrillo und Kapitän Manín gewannen 75 % der Zweikämpfe in der Luft, Víctor Ruiz störte jede Ballstafette. Die Tribüne zählte Sekunden mit, Pfiffe begleiteten jeden Nàstic-Aufbau. In der Nachspielzeit wurde Joe Riley eingewechselt – reine Zeitspielerei, die auflachte und prompt mit Gelb bestraft wurde.

Der Sieg springt Algeciras auf Rang 12, nur noch zwei Punkte hinter dem rettenden Ufer. Für Gimnàstic wird die Lage enger: Platz 17, nur drei Zähler Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz. Die nächsten Wochen entscheiden über den Klassenerhalt – und womöglich über die Zukunft von Pablo Alfaro, dessen Team seit sieben Auswärtsspielen sieglos ist.

Die Zahlen sind eindeutig: Ein frühes Tor kann reichen, wenn die Moral stimmt und die Defensive nicht wackelt. Algeciras bewies, dass man auch ohne Spielfluss punkten kann – eine Lektion, die in der heißen Phase der Saison mehr wert ist als jeder Ballbesitz-Klau. Für Nàstic bleibt die Erkenntnis: Chancen nutzen oder untergehen. Die Uhr tickt.