Slock gewinnt gippingen2026 – und stürzt spektakulär ab!

Ein Sieg wie im Film: Liam Slock sicherte sich am Sonntag den GP Gippingen2026, nachdem er in den finalen Metern spektakulär stürzte und dennoch die Ziellinie überquerte. Ein Moment des Triumphes, gefolgt von einem unerwarteten Abstieg, der das Rennen für immer in die Annalen des Radsports eingehen wird.

Die entscheidung im sprint – und der dramatische sturz

Die entscheidung im sprint – und der dramatische sturz

Der belgische Lotto-Sprinter, erst 25 Jahre alt, feierte seinen ersten Profi-Sieg in dem UCI 1.1 Rennen in der Schweiz. Nach einer kraftvollen Vorstellung im steilen Schlussanstieg, in dem er Aleksandr Vlasov und Richard Carapaz abhängen konnte, reckte Slock die Arme in den Himmel. Doch in diesem Augenblick des Jubels verlor er das Gleichgewicht, nur wenige Zentimeter vor dem Ziel. Ein Sturz, der ihn samt seines Fahrrads auf die Asphaltbahn beförderte – ein Anblick, der die Zuschauer schockierte.

Während Slock über den Kurs rutschte, sahen Vlasov und Carapaz ihre Chance, die Führung zu übernehmen. Doch der Belgier hatte genug Vorsprung. Er erreichte die Linie, während er sich noch orientierte, und sicherte sich den Sieg mit einem knappen Polster. Vlasov kam als Zweiter ins Ziel, Carapaz als Dritter, beide mit der gleichen Zeit. Thibau Nys und Julian Alaphilippe folgten auf den Plätzen vier und fünf, Jarno Widar beendete das Rennen als Sechster.

Die Rennstrecke hatte eine Länge von 173,8 Kilometern, wobei die letzte Bergwertung die entscheidende Phase des Rennens darstellte. Carapaz hatte hier die Gruppe stark reduziert, wodurch sich eine Spitzentruppe um Vlasov und Slock herausbildete. Der Belgier versteckte sich bis zum letzten Kilometer im Feld, wartete auf den richtigen Moment und startete dann einen überraschenden Angriff.

Der Sieg war umso bemerkenswerter, da er unter diesen dramatischen Umständen errungen wurde. Die Bilder des stürzenden Slock, der sich schließlich am Asphalt entlang zur Ziellinie quälte, gingen um die Welt. Ein Moment der Verwirrung, der dann in Jubel überging.

Die Flamme Rouge fasste die Situation auf X treffend zusammen: „Liam Slock wins #GPGippingen 2026. It seemed first that he didn’t cross the line while crashing but he did.” Die endgültige Wertung bestätigte Slocks Sieg in 4:15:24, gefolgt von Vlasov und Carapaz mit der gleichen Zeit, Nys, Alaphilippe, Widar, Ulissi und Nerurkar, die alle drei Sekunden zurücklagen.

Ein Moment für die Ewigkeit: Slock, noch benommen von dem Aufprall, hat nicht nur seinen ersten Profi-Sieg gefeiert, sondern auch einen Moment geschaffen, der den Radsportgesichtsbilder für immer prägen wird. Ein Rennen, das zeigte, dass im Sport nicht nur Kraft, sondern auch Glück und eine gehörige Portion Widerstandsfähigkeit gefragt sind.