Monaco: alpine holt einspruch zurück – gasly könnte doch noch auf das podium!
Ein dramatischer Wendepunkt im Kampf um das Podium beim Großen Preis von Monaco: Pierre Gasly von Alpine kann noch auf eine unerwartete Wiederholung des Rennverlaufs hoffen. Nach zähen Verhandlungen und einem überraschenden Eingeständnis des Rennzeitmesssystems könnte der Franzose doch noch den dritten Platz belegen.

Fehler im zeitmesssystem enthüllt
Die Geschichte ist so kurvenreich wie die Strecke selbst. Alpine hatte vehement einen Einspruch gegen die Strafe von Gasly für zu schnelles Fahren in der Boxengasse eingelegt. Zunächst schien der Einspruch aussichtslos. Doch dann kam die überraschende Nachricht: Formula One Management (FOM), die verantwortliche Stelle für das Zeitmesssystem, räumte einen Fehler ein. Die gemessene Geschwindigkeit von Gaslys Alpine mit der Nummer 10 war fehlerhaft und wurde zu hoch angezeigt. Es handelte sich zwar um geringe Abweichungen – 0,1 und 0,4 km/h über dem Limit – doch das reicht aus, um eine ganze Rennsituation zu verändern.
Die Folge: Gasly wurde zunächst für zwei Sekunden bestraft, was ihn vom dritten Platz in die siebte Position zurückwarf. Isack Hadjar profitierte und feierte seinen Sieg. Doch nun steht Hadjars Triumph auf dem Prüfstand. Die Entscheidung liegt nun bei der FIA, die den Einspruch von Alpine prüfen und entscheiden muss, ob die Strafe aufgehoben und die ursprüngliche Reihenfolge wiederhergestellt wird.
Die Aufregung um Gasly ist kein Einzelfall. Bereits in Monaco waren sechs Fahrer für Verstöße gegen die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Boxengasse untersucht worden. Dies führte zu der Frage, ob es Probleme mit dem System gab. Die Rennleitung hatte zunächst beruhigend geantwortet, doch der Fehler bei der Geschwindigkeitsmessung von Gaslys Auto wirft nun ein schlechtes Licht auf die Zuverlässigkeit des Systems.
Alpine hatte vehement argumentiert, dass der Fahrer äußerst vorsichtig in die Boxengasse eingefahren sei, nachdem er von den Ingenieuren gewarnt worden war. Die interne Telemetrie zeigte den Tempobegrenzer aktiviert vor der weißen Linie. Doch nun hat sich die offizielle Messung als problematisch erwiesen.
Die FIA muss nun entscheiden, wie weiter vorgegangen wird. Ein Aufhebung der Strafen würde Gasly das Podium und wertvolle Punkte in der Weltmeisterschaft sichern, während Hadjar seinen Triumph und die damit verbundenen drei Punkte verlieren würde. Der Fokus liegt nun auf der Entscheidung der FIA. Währenddessen ist das Formel-1-Zirkus bereits in Barcelona angekommen, doch die Ereignisse in Monaco bleiben im Fokus.
