Norris findet neue formel-1-autos überraschend ähnlich an formel 2
Weltmeister norris äußert sich zu ungewohntem fahrgefühl
Lando Norris, der amtierende Formel-1-Weltmeister, hat nach den Tests in Barcelona überraschende Eindrücke von den neuen Boliden für die Saison 2026 geäußert. Er beschreibt ein Fahrgefühl, das in manchen Aspekten eher an einen Formel-2-Wagen erinnere, als an die bisherigen Formel-1-Autos. Das wirft Fragen nach der Performance und der Entwicklung der neuen Generation auf.

Erste eindrücke vom mclaren mcl40
Beim fünftägigen Shakedown in Barcelona hatte das Team McLaren die Möglichkeit, den neuen MCL40 zu testen und erste Daten zu sammeln. Norris hielt sich mit konkreten Aussagen zurück, deutete aber an, dass die veränderte Aerodynamik und die Antriebstechnik zu einem anderen Fahrstil zwingen. "In mancher Hinsicht fühlt es sich definitiv eher wie ein Formel-2-Auto an, was die Art betrifft, wie man es fahren muss", so der Champion.
Barcelona als erster test – noch viele fragen offen
Der Circuit de Catalunya offenbarte noch nicht alle Geheimnisse der neuen Formel-1-Ära. Norris betonte, dass die Tests in Barcelona wichtige Erkenntnisse lieferten, aber noch keine endgültigen Schlüsse zulassen. Besonders die Performance auf Stadtkursen und Strecken mit unebenem Untergrund ist noch unklar. "Wenn man auf Stadtkurse oder holprige Strecken kommt, langsamere Strecken, dann ist das eine Frage, die wir noch beantworten müssen", erklärte er.
Vergleich mit der formel 2 – nicht neu
Der Vergleich mit der Formel 2 ist nicht neu. Bereits im Vorjahr äußerten sich Fahrer wie Jak Crawford und Isack Hadjar ähnlich. Crawford bezeichnete die neuen Boliden als "ziemlich ähnlich zu fahren wie ein Formel-2-Auto", während Hadjar sie als "leistungstechnisch näher an einem Formel-2-Auto" beschrieb. Diese Aussagen lösten innerhalb der FIA eine Diskussion aus.
Fia reagiert auf die kritik
Nikolas Tombazis, Formelsport-Direktor der FIA, relativierte die Aussagen und betonte, dass die Rundenzeiten der neuen Autos lediglich etwa eine bis zwei Sekunden langsamer als im Vorjahr liegen. Er wies darauf hin, dass es normal sei, dass ein neues Reglement zu Beginn langsamer ist, und dass dieses Defizit durch die Weiterentwicklung der Autos wieder aufgeholt werden kann. "Es ist normal, dass die Autos etwas langsamer sind, aber ich sehe uns in keiner Weise oder Form nahe an der Diskussion, dass es 'keine Formel 1 mehr' sei", so Tombazis.
Rundenzeiten und wendigkeit als indikatoren
Die inoffiziellen Rundenzeiten aus Barcelona, mit Lewis Hamilton (Ferrari) als Schnellstem in 1:16.348 Minuten (ca. fünf Sekunden langsamer als die Pole-Zeit des Vorjahres), bestätigen eine leichte Verlangsamung. Allerdings betonten auch andere Fahrer wie Esteban Ocon, Oliver Bearman und Oscar Piastri die erhöhte Wendigkeit der neuen Autos. Gabriel Bortoleto sprach von einem veränderten Fahrgefühl und zog ebenfalls einen Vergleich zur Formel 2.
Elektroantrieb als schlüssel zur neuen performance
Bortoleto hob hervor, dass der neue Elektroantrieb eine deutliche Verbesserung darstellt. "Man kommt aus der Kurve heraus und hat so viel Leistung, die freigesetzt wird, und dann sieht man, wie stark das ist. Diese Dinge sind anders, und man muss sich daran gewöhnen und auch seine Fahrweise anpassen", sagte er. Die kommenden Tests in Bahrain sollen weitere Klarheit bringen.
Quellen: Motorsport-Total.com, SID
