Schlotterbeck-poker: bvb verliert gegen leverkusen – und die fans toben!

Dortmund – Ein amüsanter Abend für die Leverkusener, ein frustrierender für die schwarz-gelbe Anhängerschaft: Borussia Dortmund patzte am Samstag gegen Bayer Leverkusen mit 0:1. Der Sieg ging an die Werkself, doch die eigentliche Hängepartie spielte sich um Nico Schlotterbeck und sein neues Arbeitspapier.

Die leverkusener nutzen die dortmunder unorganisiertheit

Die Partie verlief für den BVB von Beginn an zäh. Die Dortmunder wirkten nicht so, als hätten sie den unbedingten Willen, die drei Punkte im Signal Iduna Park zu behalten. Robert Andrich ließ keine Zweifel daran, wer am Ende der Abend siegte, als er in der 42. Minute mit einem kapitalen Distanzschuss für die Führung der Gäste sorgte. Die Dortmunder Antwort blieb aus, und die Leverkusener konnten nach dem Seitenwechsel ihre Führung mühelos verwalten.

Ein Lattenschuss von Serhou Guirassy in der 83. Minute ließ kurz Hoffnung aufkommen, doch es blieb beim frustrierenden Ergebnis. Damit verpasst der BVB die sichere Qualifikation für die Champions League und der FC Bayern kann am Abend den Vorsprung auf zwölf Punkte ausbauen.

Schlotterbecks vertrag – und die fans sind empört

Schlotterbecks vertrag – und die fans sind empört

Doch der sportliche Misserfolg war nicht die einzige Baustelle am Samstagabend. Einen Tag nach der offiziellen Verlängerung seines Vertrags wurde Nico Schlotterbeck beim Verlesen der Aufstellung von einem Orkan aus Pfiffen empfangen. Die Fans machen ihrem Unmut über die deutlich angehobene Gehaltsstruktur Luft, die Schlotterbeck zum Topverdiener des BVB macht. Gerüchte über eine Ausstiegsklausel, die bereits im Sommer greifen könnte, schüren die Unzufriedenheit zusätzlich. SPORT1-Informationen bestätigen das Vorhandensein dieser Klausel, die Topvereine ins Spiel bringt.

Ein medizinischer Notfall im zweiten Durchgang sorgte dann für eine kurze Atempause von den organisierten Gesängen, sowohl von den Südtribünen als auch von der Gästefanschaft. Die Situation war angespannt, und die Solidarität stand im Vordergrund. Die Pfiffe gegen Schlotterbeck wurden zwar leiser, aber die Kritik ist weiterhin deutlich spürbar – und das aus gutem Grund. Ein Spieler, der mehr verdient als seine Mitspieler, muss auch auf dem Platz liefern. Und das tat Schlotterbeck am Samstagabend bei Weitem nicht.

Die Frage, die sich nun stellt, ist: Wie geht der BVB mit dieser misslichen Lage um? Kann Trainer Edin Terzic die Stimmung in der Mannschaft wieder beruhigen und Schlotterbeck integrieren? Oder wird der Spieler zu einer noch größeren Belastung für den Verein?

Die Antwort wird sich in den kommenden Spielen zeigen. Denn eines ist klar: Die Fans haben das Gesagte und Gezeigte nicht vergessen.