Politt dominiert zeitfahren: schachmann verpasst podest knapp!
Streufdorf bebte gestern: Nils Politt hat seine Klasse im deutschen Zeitfahren unter Beweis gestellt und sich nach einem nervenaufreibenden Rennen den Titel gesichert. Der Jubel war ihm gewiss, während Maximilian Schachmann mit einem enttäuschenden vierten Platz das Podium knapp verfehlte.

Ein hitzekrimi mit knappem ausgang
Die Temperaturen stiegen ins Unermessliche, doch Nils Politt vom Team UAE Emirates-XRG ließ sich davon nicht beirren. Mit einer beeindruckenden Vorstellung setzte er sich über die 41 Kilometer lange Strecke in Streufdorf durch und sicherte sich seinen dritten deutschen Meistertitel nach 2023 und 2024. Der Abstand zum Zweitplatzierten, Maximilian Walscheid (Lidl–Trek), betrug lediglich zwei Sekunden, ebenso wie zum Drittplatzierten Jasha Sütterlin (Jayco AlUla). Ein Duell auf Augenhöhe, das die Zuschauer in Atem hielt.
Titelverteidiger Schachmann musste sich hingegen mit einem Rückstand von 13 Sekunden auf Politt begnügen. Die Enttäuschung stand ihm ins Gesicht geschrieben, nachdem er im Vorjahr noch den Titel errungen hatte. Die Hitze schien ihm sichtlich zu fehlen, während Politt die Bedingungen optimal nutzte. Es war ein Kampf gegen die Uhr, ein Kampf gegen die Elemente – und Politt ging als Sieger hervor.
Die Nachricht von Politts Triumph verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Nun darf er bei den Zeitfahren der Tour de France, die ab dem 4. Juli beginnen, das begehrte Meistertrikot tragen. Dort wird er erneut als wichtiger Helfer von Titelverteidiger Tadej Pogacar an den Start gehen. Auch für ihn ist es eine wichtige Vorbereitung auf die anstehenden Rennen.
Am Freitagnachmittag werden die Frauen ihre Meistertitel im Zeitfahren ermitteln. Die Straßenrennen folgen am Samstag (Frauen) und Sonntag (Männer). Alle Wettkämpfe finden im malerischen Thüringer Wald statt. Ein Sportfest für alle Radsportfans!
