Leclercs fehltritte: surer sieht ferrari-wm-chancen weiterhin
Monaco – Charles Leclerc hinkt in der Formel-1-Weltmeisterschaft deutlich hinter Lewis Hamilton her. 40 Punkte Rückstand sind eine erhebliche Distanz, doch Experte Marc Surer hält an seiner Einschätzung fest: Der Monegasse verfügt weiterhin über das höhere Speed-Potenzial. Allerdings muss Leclerc seine Fehlerquote drastisch reduzieren, wenn Ferrari überhaupt noch eine Chance auf den Titel haben will.

Hamiltons aufstieg: ein verdienst von leclercs ungenauigkeit?
Drei Rennen in Folge konnte Hamilton Leclerc im direkten Duell des Ferrari-Teams übertrumpfen. Ein zweiter Platz in Kanada und Monaco, und sogar ein Sieg in Barcelona – die Bilanz spricht eindeutig für den Briten, der dadurch auf den zweiten Platz der Fahrerwertung vorgerückt ist. Leclerc hingegen verpasste in Monaco und Barcelona sogar die Zielflagge. Es ist nicht die schiere Geschwindigkeit, die aktuell das Momentum zugunsten von Hamilton verschiebt, betont Surer. "Für mich ist Charles nach wie vor der schnellere Fahrer", erklärt der ehemalige Formel-1-Pilot in einem exklusiven Interview für Formel1.de.
Der springende Punkt: Konstanz Doch genau hier liegt das Problem: Leclerc begeht „einfach zu viele Fehler“, so Surer. Eine Beobachtung, die der Experte keinesfalls neu findet. "Er ist blitzschnell, hat unglaublich viele Pole-Positionen. Aber wenn es darauf ankommt, kommt immer etwas dazwischen“, kritisiert Surer. Der Absturz im Qualifying in Barcelona, nachdem er in Monaco bereits aufgrund von Bremsenproblemen ausschied, unterstreicht diese These.
Surer mahnt: "Er muss wirklich aufpassen, dass er es auf die Reihe kriegt. Wenn er der Schnellere ist, muss er das auch zeigen können und ein fehlerfreies Wochenende haben.“ Es sei entscheidend, dass Leclerc sich nicht von Hamiltons Erfolg ablenken lässt. "Er muss einfach vergessen, dass Lewis Hamilton jetzt plötzlich vor ihm fährt“, rät Surer. Konzentration auf die eigene Leistung und ein „perfektes Wochenende“ sind laut Surer der Schlüssel zur Rückkehr in den Titelkampf.
Die aktuelle Situation ist besorgniserregend: Leclerc liegt nun 40 Punkte hinter Hamilton und sogar 81 Punkte hinter dem erstaunlich starken Kimi Antonelli an der Spitze der Fahrerwertung. Während Jacques Villeneuve bereits einen Fokus auf Hamilton forderte, hält Surer dies noch für verfrüht. Die Hoffnung stirbt zuletzt "Die Ausfälle hat Charles hoffentlich hinter sich. Und wenn er jetzt anfängt, Punkte zu sammeln, dann ist er plötzlich auch wieder ein Kandidat“, so Surer. Doch die Zeit drängt, und die Gefahr besteht, dass Leclerc den Anschluss an die Weltspitze verliert. Die Frage ist: Kann er seine Fehler minimieren und das Potenzial, das in ihm steckt, endlich abrufen?
