Onley überlebt horrorsturz: glück im unglück bei tour auvergne-rhône-alpes

Ein Schock für das Netcompany-Ineos-Team und eine Atempause für den jungen Oscar Onley: Der britische Fahrer erlebte bei der Tour Auvergne-Rhône-Alpes einen dramatischen Sturz, überlebte aber mit unglaublichem Glück unverletzt. Der Vorfall wirft zudem Fragen über die Teilnahme von Joshua Tarling an der kommenden Tour de France auf.

Onley rettet sich in baumwipfel

Onley rettet sich in baumwipfel

Der Unfall ereignete sich auf der abschüssigen Strecke von der Côte d’Héry-sur-Ugine, als Onley das Tempo hochhielt und kurzzeitig die Strecke verließ. Was folgte, war ein Abstieg über eine Leitplanke, der nur durch ein glückliches Zusammentreffen mit einer Baumkrone verhindert wurde, die ihn vor einem Sturz in eine tiefe Schlucht bewahrte. „Er hatte unglaubliches Glück“, bestätigte Teamchef Dave Brailsford gegenüber Wielerflits. „Es hätte viel schlimmer ausgehen können.“ Die Rettungskräfte konnten Onley gemeinsam mit den Organisatoren vorsichtig aus der Baumkrone bergen.

Neben Onley erlitt auch sein Teamkollege Joshua Tarling einen schweren Sturz. Der 22-jährige Brite brach sich dabei das Schlüsselbein und musste bereits am vergangenen Wochenende operiert werden. Sein Start bei der Tour de France ist nun höchst fraglich. Die Entscheidung über Onleys Teilnahme an der Frankreich-Rundfahrt, die am 4. Juli beginnt, soll nach eingehender Beobachtung seines Heilungsprozesses durch die Teamärzte getroffen werden.

Die Tour Auvergne-Rhône-Alpes diente als wichtiger Testlauf vor der Tour de France. Ein klarer Gewinner dieser Generalprobe ist Tadej Pogacar, der seine Form eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte. Die Verletzungen von Onley und Tarling werfen jedoch einen Schatten auf die Vorbereitungen von Netcompany-Ineos und könnten die Ambitionen des Teams im Kampf um den Gesamtsieg erheblich beeinträchtigen. Es bleibt abzuwarten, ob beide Fahrer rechtzeitig fit werden, um in Barcelona an den Start gehen zu können.

Die Stimmung im Team ist dennoch von Erleichterung geprägt. Nach den Vorfällen rund um Jorgensons verpasstem Podest und Seixas’ Aus, ist die Tatsache, dass Onley ohne schwerwiegende Verletzungen davongekommen ist, eine willkommene Atempause. Der Fokus liegt nun darauf, die verletzten Fahrer bestmöglich zu versorgen und die Aufstellung für die Tour de Suisse festzulegen, aus der das achtköpfige Team für die Tour de France hervorgehen wird.