Mazda cx-5: mild-hybrid-update überzeugt – aber nicht ganz!
Die neue Mazda CX-5 im Mild-Hybrid-Gewand – ein Blick genügt, um zu erkennen: Hier hat Mazda Hand angelegt, ohne das bewährte Design zu über Bord werfen. Doch unter der eleganten Oberfläche schlummert ein Motor, der mehr Potenzial verspricht, als er tatsächlich liefert. Ein Test der Gazzetta Motori enthüllt Stärken und Schwächen des japanischen C-SUVs.

Raumangebot und komfort: familienfreundlich, aber nicht perfekt
Mit einer Länge von 4,69 Metern bietet die CX-5 deutlich mehr Platz als ihre Vorgängerin. Die 11,5 Zentimeter mehr Länge kommen insbesondere den Fondpassagieren zugute, die nun deutlich mehr Beinfreiheit genießen. Auch der Kofferraum trumpft mit einem Volumen von 583 bis 1.215 Litern auf – ausreichend für den Familienausflug oder den Einkauf. Das Interieur ist zweckmäßig gestaltet, doch hier offenbart die CX-5 ihre Schwächen. Die verwendeten Kunststoffe wirken leider etwas billig und entsprechen nicht dem Anspruch, den Mazda-Fans gewohnt sind.
Der 2,5-Liter-Mild-Hybrid: Ein Kompromiss Unter der Haube werkelt ein 2,5-Liter-Vierzylinder-Benziner, unterstützt von einem Mild-Hybrid-System mit einem 24-Volt-Motor-Generator. Die Kombination bringt es auf bescheidene 141 PS (104 kW) und 238 Nm Drehmoment. Der Vortrieb ist zwar angenehm gleichmäßig, doch bei zügigen Beschleunigungen merkt man dem Motor die fehlende Power deutlich an. Hier hätte man sich mehr von dem Hybrid-System erhofft.
Das Fahrverhalten der CX-5 ist hingegen tadellos. Das Fahrwerk filtert Unebenheiten souverän heraus, und die Lenkung vermittelt ein sicheres Gefühl. Auf der Autobahn zeigt sich der C-SUV von seiner komfortablen Seite, während er auch auf kurvigen Landstraßen eine solide Leistung abliefert. Der angegebene WLTP-Verbrauch von 7 l/100 km konnte im Test jedoch nicht erreicht werden. Mit durchschnittlich 8,5 l/100 km liegt der Wert deutlich darüber – ein Zeichen dafür, dass der Motor bei voller Belastung an seine Grenzen stößt.
Mazda setzt im Innenraum auf ein großes, zentral platziertes Display mit 15,6 Zoll (oder 12,9 Zoll in den Basismodellen). Die Bedienung erfolgt hauptsächlich über dieses Display, was eine Eingewöhnungszeit erfordert. Die Anzahl der physischen Tasten wurde reduziert, was aber nicht unbedingt ein Nachteil ist. Die Ausstattungsvarianten reichen von Prime-Line (ab 35.900 Euro) bis hin zum Top-Modell Homura (ab 45.150 Euro). Eine Allradversion ist für die teureren Ausstattungen erhältlich.
Fazit: Ein solider C-SUV mit Verbesserungspotenzial Die Mazda CX-5 bietet viel Raum, Komfort und ein ansprechendes Design. Der Mild-Hybrid-Antrieb ist zwar nicht gerade ein Quantensprung, erfüllt aber seinen Zweck. Die Innenraumqualität könnte jedoch verbessert werden, um den hohen Ansprüchen der Marke gerecht zu werden. Wer einen zuverlässigen und familienfreundlichen C-SUV sucht und nicht unbedingt auf maximale Beschleunigung angewiesen ist, für den ist die Mazda CX-5 eine interessante Option. Die volle Hybrid-Variante mit dem e-Skyactiv Z Motor bleibt jedoch vorerst Zukunftsmusik – sie wird erst 2026 erhältlich sein. Das Fehlen eines Dieselaggregats schränkt die Auswahl für manche Käufer ebenfalls ein.
