Le mans 2026: hyperpole-regelnovitäten krempeln das qualifying um!
Le Mans, 10. Juni 2026 – Die Vorbereitungen für das legendäre 24-Stunden-Rennen laufen auf Hochtouren, und mit ihnen die Feinabstimmung des Qualifying-Formats. Für 2026 wurden entscheidende Änderungen an der Hyperpole eingeführt, die die Teams vor neue taktische Herausforderungen stellen werden. Die Spannung steigt – und das bereits vor dem ersten freien Training am Mittwoch!

Neue fahrerregeln und taktische überlegungen
Seit 2020 wurde das Hyperpole-Format bereits mehrfach angepasst, doch die diesjährigen Neuerungen könnten die Verhältnisse am deutlichsten verändern. Die wichtigste Änderung: Qualifying, Hyperpole 1 (H1) und Hyperpole 2 (H2) müssen nun von unterschiedlichen Fahrern absolviert werden. Das erfordert eine vorausschauende Planung und taktische Weitsicht von den Teams.
Während die Zahl der sich für die Hyperpole qualifizierenden Fahrzeuge in der Hypercar-Klasse konstant bleibt, dürfen in LMP2 und LMGT3 nun jeweils drei Fahrzeuge mehr als im Vorjahr den Sprung schaffen. Das bedeutet mehr Konkurrenz und noch weniger Spielraum für Fehler. Die Plätze 16 und schlechter werden im regulären Qualifying vergeben.
Die Hyperpole 1, die 20 Minuten dauert, sehen wir am Donnerstagabend, gefolgt von der 15-minütigen Hyperpole 2. In dieser finalen Session werden die ersten zehn Startplätze in jeder Klasse vergeben. Die LMP2- und LMGT3-Boliden dürfen sich zwischen 20:00 und 20:50 Uhr auf die Strecke begeben, die Hypercars folgen von 21:05 bis 21:55 Uhr.
Ein besonderes Augenmerk gilt den neuen Fahrerregeln. In der Hypercar-Klasse müssen nun alle drei Fahrer an der Hyperpole teilnehmen, eine Abkehr von der bisherigen Regel, die nur den H1-Fahrer ausschloss. Auch in der LMP2-Klasse wird eine Regelung aus der LMGT3 übernommen: Das Qualifying muss nun vom Fahrer mit dem niedrigsten Fahrer-Rating (Silber oder Bronze) bestritten werden. Die Teams stehen damit vor der Frage: Setzen sie auf den schnellsten Fahrer bereits in der H1, um sicher in die H2 zu gelangen, oder riskieren sie es mit einem Fahrer mit geringerem Rating?
Obwohl das Qualifying selbst ein Spektakel für sich ist, hat es im Vergleich zum Rennen selbst einen geringeren Einfluss auf das Ergebnis. Vor allem bei einem so dicht besetzten Feld wie diesem Jahr ist die Startposition zweitrangig. Das 24-Stunden-Rennen entscheidet letztendlich über Sieg und Niederlage.
Es gelte zu beachten, dass während aller Qualifying-Sessions das Betanken und das Einfahren in die Garage untersagt sind. Bei einer roten Flagge werden alle bis dahin erzielten Rundenzeiten gestrichen, es sei denn, die Rennleitung erkennt außergewöhnliche Umstände. Und sollte eine Session nicht durchgeführt werden können, zählt das letzte gültige Ergebnis.
Die kommenden Tage versprechen packende Rennen und spannende Überraschungen – die Fans dürfen sich auf ein unvergessliches Wochenende in Le Mans freuen. Die Teams werden alles daran setzen, die Poleposition zu erringen, doch am Ende zählt nur eines: der Sieg beim 24-Stunden-Rennen.
