Hülkenberg verpasst punkte knapp: monaco-drama und bittere strafe

Monaco – Ein Herzschlag zu spät! Nico Hülkenberg und Audi müssen sich erneut die Segnungen der Formel 1 abringen lassen. Im Fürstentum tanzte der Deutsche am Rande der Punkte, nur um sie durch eine umstrittene Strafe in der letzten Runde wieder zu verlieren. Ein Rennen voller Hoffnung, das in Frust und Enttäuschung mündete.

Die knappe verfehlung und der jähe fall

Hülkenberg hatte sich nach einem soliden Qualifying in den zehnten Startplatz vorgearbeitet und zeigte im Rennen eine starke Leistung. Als Neunter überquerte er die Ziellinie, die ersten WM-Punkte für Audi schienen greifbar nah. Doch die Freude währte nur kurz. Die Rennleitung sprach eine Zehn-Sekunden-Strafe für eine vermeintliche Kollision mit Carlos Sainz aus, die Hülkenberg auf den 13. Platz zurückwarf. „Es ist frustrierend, ganz klar. So ein Wochenende ist die Definition von Hätte, hätte Fahrradkette“, äußerte sich Hülkenberg bei Sky sichtlich angefressen. „Wir hatten ein gutes Paket, das haben wir auch im Rennen gesehen.“

Hülkenberg schilderte den Vorfall: „Ich musste einem vorausfahrenden Auto ausweichen und bin nach innen gezogen. Aber als ich da war, hatte ich das Lenkrad voll eingeschlagen und konnte eigentlich nirgendwo anders mehr hin. Carlos war außen und wir sind zusammengestoßen.“ Ein Rennunfall, der ihm die ersehnte Punktrunde kostete.

Sainz’ wut und colapinto’s rolle

Sainz’ wut und colapinto’s rolle

Die Strafe für Hülkenberg löste auch bei Carlos Sainz einen Ausbruch von Frustration aus. Wenige Meter nach dem Kontakt mit Hülkenberg wurde der Spanier von Franco Colapinto gedreht, was seinen Ausfall besiegelte. Sainz kochte vor Wut: „Es ist schon beeindruckend, dass einem solche Fehler selbst mit so viel Erfahrung immer noch passieren können, wo es jedes Jahr in Loews Probleme gibt.“ Er nannte das Manöver schlichtweg vermeidbar und bezeichnete den Vorfall als „Monaco wie aus dem Lehrbuch“ – allerdings in der negativen Interpretation.

Timo Glock, Sky-Experte, sah die Strafe für Hülkenberg völlig anders: „Für mich ist die Bestrafung für Hülkenberg unverständlich. Er hat sich für die Innenseite entschieden und Carlos ist von außen zurückgekommen.“ Er betonte, dass es sich um einen normalen Rennunfall handelte, der in Monaco passieren kann. Besonders ärgerlich sei, dass Colapinto für eine ähnliche Aktion ungestraft blieb. Eine Diskrepanz, die die Kontroverse weiter anheizt.

Die Szene in der Loews-Haarnadel wird noch lange nachhallen und die Diskussionen um die Konsistenz der Strafvergaben in der Formel 1 neu entfachen. Für Audi und Nico Hülkenberg bleibt es vorerst eine bittere Pille, die sie schlucken müssen. Die Suche nach den ersten Punkten geht weiter – und der Druck wächst.