Freigang verteidigt sich: „kein dopingverdacht – missverständnisse im system“

Ein heftiger Disput um Anti-Doping-Verfahren überschattet den deutschen Frauenfußball: Nationalspielerin Laura Freigang hat sich erstmals zu den Vorwürfen der NADA geäußert und vehement zurückgewiesen, dass gegen sie ein Dopingverdacht besteht. Die Kapitänin von Eintracht Frankfurt steht vor einem Disziplinarverfahren, das ihre Karriere ernsthaft gefährden könnte.

Verwirrung bei kontrollterminen

Verwirrung bei kontrollterminen

Die 28-Jährige veröffentlichte am Samstagabend eine Erklärung über Instagram, in der sie betonte: „Mir ist an der Stelle wichtig zu betonen: Gegen mich besteht und bestand zu keinem Zeitpunkt ein Dopingverdacht.“ Freigang führte die Probleme auf „Unstimmigkeiten bzw. Missverständnisse“ zurück, die bei der Aktualisierung der Kontrolltermine entstanden seien. Das System, so die Nationalspielerin, sei „tages- und stundenaktuell zu aktualisieren“, was zu Verwirrungen führen könne. Die NADA hatte zuvor drei „Strikes“ innerhalb von zwölf Monaten bekannt gegeben, was ein Disziplinarverfahren auslöst, das mit einer Sperre von bis zu zwei Jahren geahndet werden kann.

Ein möglicher Verstoß? Der Vorfall ereignete sich während des deutschen WM-Qualifikationsspiels gegen Norwegen (2:0), bei dem Freigang allerdings nicht zum Kader gehörte. Die NADA spricht von einem „möglichen Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen“ und hat den Fall an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) weitergeleitet. Dieser ist nun für die Durchführung des Disziplinarverfahrens zuständig. Die NADA wies darauf hin, dass Freigang in ihrer Karriere bereits „eine Vielzahl an unangekündigten Kontrollen absolviert“ habe, die alle „negativ“ ausgefallen seien.

Die Situation ist brisant: Drei „Strikes“ sind ein schwerwiegenderes Problem als einzelne verpasste Kontrollen. Die Frage, wie streng der DFB das Verfahren führen wird, bleibt offen. Die Erfahrung zeigt, dass solche Verfahren oft langwierig sind und die beteiligten Spielerinnen und Vereine stark belasten. Freigangs juristische Anwälte arbeiten fieberhaft an einer Verteidigungsstrategie, um die Vorwürfe zu entkräften und eine Sperre abzuwenden. Nur die Zeit wird zeigen, ob die Nationalspielerin ihre Unschuld beweisen kann.