Hamiltons nacken: arzt enthüllt schmerz und wunder

Lewis Hamilton, siebenfacher Formel-1-Weltmeister, fuhr trotz eines komplizierten Wirbelbruchs im Nackenbereich. Ein neurochirurgischer Eingriff war glücklicherweise nicht notwendig, doch die Strapazen, denen sich der Ferrari-Pilot aussetzte, waren enorm – und das über einen langen Zeitraum.

Eine verletzung, die normale aktivitäten unmöglich macht

Eine verletzung, die normale aktivitäten unmöglich macht

Dr. Francesco Zenga, Neurochirurg und Direktor der Klinik für Basalkranielle und Hypophysenoperationen am Ospedale Le Molinette in Turin, schildert die Situation: „Eine normale Person hätte mit solchen Schmerzen kaum alltägliche Aufgaben bewältigen können. Herr Hamilton hat jedoch während der Rennen und Tests extreme Belastungen ertragen.“ Die Verletzung entstand bei einem heftigen Unfall während der Tests in Barcelona im vergangenen Jahr, als Hamilton gegen eine Leitplanke prallte. Er sprach selbst von einer Zeit, in der er „praktisch nichts“ machen konnte.

Die Frage, wie ein Athlet mit einer solch gravierenden Verletzung überhaupt eine Formel-1-Maschine steuern kann, ist berechtigt. Denn ein Formel-1-Fahrzeug setzt den Körper enormen physischen Belastungen aus. Die Sitzposition im Cockpit verstärkt den Druck auf den Nacken zusätzlich. Hamilton beschreibt, dass er lange Zeit „einfach mit dem Schmerz leben“ musste – ein Schmerz, der ihm besonders aufgrund der genannten Sitzposition stark zugesetzt habe.

„Die ‚Glückssache‘ ist, dass in 95 Prozent der Fälle ein operativer Eingriff nicht erforderlich ist“, so Dr. Zenga. Dies ermöglichte es Hamilton, trotz der anhaltenden Beschwerden, auf höchstem Niveau weiter anzutreten und schließlich in Barcelona wieder einen Sieg zu feiern. Die außergewöhnliche Belastbarkeit des Athleten und die Expertise des medizinischen Teams ermöglichen es ihm, diese Herausforderung zu meistern – zumindest vorerst.