Matthäus schockt: kimmich-rolle bei der wm ein desaster?
Lothar Matthäus hat nach dem enttäuschenden 1:2-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Ecuador die Rolle von Joshua Kimmich scharf kritisiert. Der Rekordnationalspieler sieht den Bayern-Star völlig fehl am Platz und schlägt eine drastische Veränderung vor, die Julian Nagelsmann vor eine Zerreißprobe stellt.
Kimmichs auftritt: eine enttäuschung für matthäus
Die Leistung der deutschen Mannschaft in der WM-Gruppenspiel war alles andere als überzeugend, und Kapitän Kimmich konnte sich da nicht abheben. Matthäus, der die Partie als Experte verfolgte, ließ seiner Kritik freien Lauf: „Ich sehe Joshua auf dem Platz nicht so, wie ich ihn seit Jahren kenne. Er bemüht sich, aber hinten dribbelt er viel zu viel.“ Ein besonders kostspieliger Ballverlust in der elften Minute, bei dem die Schiedsrichterin möglicherweise eine falsche Entscheidung traf, wurde ebenfalls von Matthäus angesprochen.
Ein fehlender Einfluss im Spiel Matthäus' Hauptkritikpunkt ist jedoch, dass Kimmich in seiner aktuellen Rolle keinen entscheidenden Einfluss auf das Spiel hat. „Er fehlt mir auf dem Platz. Er fehlt mir auf einer Position, auf der er einfach mehr Einfluss hat“, so der ehemalige Nationalspieler. Diese Feststellung wirft ein schlechtes Licht auf die taktische Ausrichtung von Bundestrainer Nagelsmann.

Der unterschied zur bayern münchen ist eklatant
Die Diskrepanz zwischen Kimmichs Leistungen beim FC Bayern und in der Nationalmannschaft ist für Matthäus alarmierend. „Wenn ich seine Leistung bei Bayern München sehe und jetzt in der Nationalmannschaft, das ist ein riesengroßer Unterschied – leider in die falsche Richtung“, monierte er. Während Kimmich in München regelmäßig Weltklasse-Leistungen abruft, wirkt er im DFB-Team verunsichert und wenig effektiv.
Matthäus schlägt vor, Kimmich aus der defensiven Position herauszunehmen und ihm eine zentrale Rolle im Mittelfeld zu geben. „Wenn ich hinten irgendwo eine Alternative zu Kimmich habe, dann macht man ihm einen Gefallen und holt ihn von da hinten weg“, riet er Nagelsmann. Die Frage ist, ob der Bundestrainer bereit ist, diesen Schritt zu gehen und die etablierte Ordnung aufzurütteln.
Nagelsmann betonte hingegen, dass er vorerst nicht vorhat, Kimmichs Position zu ändern. „Ich will auf Felix und Pavlo nicht verzichten. Ich finde, dass sie es gut machen. Im Fußball kann man nichts ausschließen, aber ein Wechsel ist nicht geplant“, erklärte er. Dennoch bleibt die Frage, ob diese Entscheidung im besten Interesse der Mannschaft ist. Kimmich war bereits gegen Curacao und die Elfenbeinküste als Rechtsverteidiger im Einsatz und agierte im Spielaufbau häufig als rechter Innenverteidiger – eine Konstellation, die offenbar nicht optimal funktioniert.
Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Nagelsmann auf Matthäus' Ratschläge hört oder ob er weiterhin an seiner aktuellen Strategie festhält. Denn eines ist klar: Die WM-Ambitionen Deutschlands hängen maßgeblich davon ab, wie man mit dem Potenzial von Joshua Kimmich umgeht.
