Fürth am abgrund: kann münster die rettung bringen?
Die SpVgg Greuther Fürth steht vor einem entscheidenden Auswärtsspiel bei Preußen Münster – und die Stimmung im Kleeblatt-Lager ist alles andere als rosig. Zwei Niederlagen in Folge haben den VfL Bochum bedrohlich nahe gebracht, und die Abstiegsangst ist in Franken allgegenwärtig.
Die enttäuschung von paderborn: ein spiegelbild der probleme
Das jüngste 0:2 gegen den SC Paderborn, der sich aktuell einen Platz in der Bundesligasichert, war nicht nur eine weitere Niederlage, sondern offenbarte auch tieferliegende Probleme. Heiko Vogel, der Trainer des Kleeblatts, war sichtlich frustriert: "Die Krönung war das Spiel gegen Paderborn." Er sprach von "schlechten Entscheidungen und unpräzisen Pässen“, die aussichtsreiche Torchancen zunichtemachen. Dabei hatte Fürth über weite Strecken das Spiel bestimmt, lieferte sich ein Duell auf Augenhöhe – und wurde gnadenlos bestraft. Das Alu-Glück war ganz klar auf Seiten der Ostwestfalen, wie Jannik Dehm und Lukas Reich eindrucksvoll demonstrierten.
Ein Teufelskreis Der Abstiegskampf hat Fürth in einen Teufelskreis gezogen. Die anfängliche Hoffnung, die man sich zwischen dem 23. und 26. Spieltag mit zehn Punkten aus vier Spielen erarbeitet hatte, ist verflogen. Die Mannschaft wirkt verunsichert, und die Fehlerhäufung nimmt zu. Das 14 Abschlüsse gegen Paderborn, die aber nur zu einem einzigen Tor reichten, verdeutlichen die Ineffizienz im Abschluss.

Die münster-herausforderung: ein gegner in not
Das Auswärtsspiel bei Preußen Münster, dem Schlusslicht der Liga, ist daher von immenser Bedeutung. Doch auch der Gegner ist alles andere als ein Selbstläufer. Münster hat unter dem neuen Trainer Alois Schwartz eine neue taktische Ausrichtung gefunden, die stärker auf defensive Stabilität setzt. "Ich gehe nicht davon aus, dass Münster so spielen wird wie unter Alex Ende“, so Vogel, der dennoch ein aggressives Verhalten des Gegners erwartet: „Alles in die Waagschale werfen.“
Personelle Sorgen Die Vorbereitung auf das Spiel wird zusätzlich erschwert durch den Ausfall von Philipp Ziereis, der nach seiner zehnten Gelben Karte fehlt. Vogel bedauerte den Ausfall des Innenverteidigers: „Ziereis war in den letzten Wochen ein großer Anker, was Defensive und Persönlichkeit angeht.“ Als möglicher Ersatz gilt Brynjar Ingi Bjarnason. Auch die Rückkehr von Marco John, der nach langer Verletzungspause wieder im Kader stand, wird vorsichtig angegangen. „Da muss ich jetzt aufpassen, was ich sage“, meinte Vogel, der den ehemaligen Hoffenheimer Spieler schätzt, aber nicht überstürzen will.
Die Zeit drängt für die SpVgg Greuther Fürth. In Münster muss die Mannschaft endlich die guten Ansätze in Tore ummünzen und den ersten Schritt aus dem Abstiegskampf machen. Andernfalls droht der VfL Bochum, den rot-weißen Trikots und das Kleeblatt-Wappen ein trauriges Schicksal zu bescheren: den Abstieg in die Drittklassigkeit. Das Ziel ist klar: „Ich will gewinnen“, betonte Vogel – und das muss nun auch gelingen.
