Formel-1: ferrari testet 2026-boliden – mclaren und mercedes folgen
Die Absage der Saisonauftaktrennen in Bahrain und Saudi-Arabien zwingt die Formel-1-Teams in eine ungewöhnliche Pause. Doch statt untätig zu verharren, nutzen Ferrari, McLaren und Mercedes die Zeit intensiv für Entwicklungsarbeit – mit einem besonderen Fokus auf den kommenden GP in Miami.
Ferrari lotet frühzeitig 2026 ein
Während die Konkurrenz sich neu justiert, setzt Ferrari auf einen ambitionierten Ansatz: Die Scuderia hat bereits mit Tests des SF-25 begonnen, bei denen die Werksfahrer Giovinazzi, Leclerc und Fuoco am Steuer ihre Fähigkeiten unter Beweis stellten. Das eigentliche Highlight steht jedoch für Donnerstag an, wenn Lewis Hamilton in Fiorano einen Probelauf mit dem SF-26 absolvieren wird. Dabei soll nicht nur die Performance des Fahrzeugs, sondern auch die Entwicklung neuer Pirelli-Reifen unter die Lupe genommen werden – einschließlich der vielversprechenden „Super-Intermedia“ für nasse Strecken.
Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Testbedingungen: Ferrari plant, die SF-26 in Fiorano unter simulierten Regenbedingungen zu testen, um wertvolle Daten über das Verhalten des Boliden auf nasser Fahrbahn zu gewinnen. Diese Erkenntnisse könnten sich im Falle eines regnerischen Rennwochenendes in Miami als entscheidend erweisen, indem sie die Optimierung der Abstimmung, Reifenwahl und Rennstrategie unterstützen.
Doch das ist noch nicht alles. Um die Entwicklungsarbeit weiter voranzutreiben, plant Ferrari einen „Filming Day“ in Monza am Ende des Monats. Hierbei sollen Leclerc und Hamilton die SF-26 auf dem anspruchsvollen Parcours testen, um die Energieeffizienz des Fahrzeugs zu verbessern. Zudem wird erwartet, dass zu Beginn des Rennens in Miami die modifizierte „Macarena“-Flügelaußenseite ihren Einsatz feiert, ein zentrales Ziel des technischen Teams in Maranello.

Mclaren und mercedes schliessen an
Auch McLaren und Mercedes lassen sich die Zwangspause nicht nehmen. Beide Teams werden am Nürburgring (14. und 15. April) Pirelli-Reifen testen. Dieser Umstand markiert die Rückkehr von Formel-1-Boliden auf die legendäre Strecke, wenn auch in ihrer modernen Ausführung. Für McLaren könnte diese Gelegenheit auch der erste Einsatz von Leonardo Fornaroli in einer offiziellen Testsession sein, nachdem er bereits in Silverstone wertvolle Kilometer sammeln konnte.
Die Entwicklungsarbeit läuft also auf Hochtouren. Die Teams nutzen die erzwungene Pause, um ihre Fahrzeuge zu optimieren und sich bestmöglich auf die kommende Saison vorzubereiten. Die ersten Ergebnisse werden wir dann in Miami sehen – und die Frage ist, wer sich den Vorteil aus den intensiven Testtagen sichern kann.
