Chinas e-auto-revolution: der mann, der mit marbella und multipla begann

Marco Loglio, ein Name, der in der chinesischen Automobilindustrie für Pioniergeist steht, blickt zurück auf eine bemerkenswerte Karriere. Von den bescheidenen Anfängen mit umgebauten Seat Marbellas in den 1990er Jahren bis hin zur aktuellen Position als Vizepräsident bei Lojo Ev – Loglios Weg ist eine Geschichte von Innovation, Anpassungsfähigkeit und dem unermüdlichen Streben nach einer elektrischen Zukunft.

Die torpedo: ein elektrischer anfang in europa

Loglios Reise begann in den späten 1980er Jahren in Bergamo, Italien, mit einer kleinen Firma, die sich der Elektromobilität verschrieben hatte. Die erste Kreation war die „Torpedo“, ein Kleinwagen auf Basis des Seat Marbella. Ein mutiger Schritt, der durch eine Partnerschaft mit Volkswagen ermöglicht wurde und in verschiedenen europäischen Ländern auf Resonanz stieß. „Die Marbella war nicht nur günstig, sondern auch leicht – die ideale Basis für die Umrüstung auf Elektroantrieb“, erinnert sich Loglio.

Die multipla: eine clevere lizenz

Die multipla: eine clevere lizenz

Nach dem europäischen Erfolg folgte der Sprung nach China. Hier setzte Loglio auf eine weitere clevere Strategie: Er erwarb die Lizenz für den Fiat Multipla und baute ihn zu einem elektrischen Taxi um. Die funktionalen Vorteile des Fahrzeugs, kombiniert mit fortschrittlichen Batterien, machten es zum Hit in Shenzhen. „Das war der Wendepunkt“, so Loglio. „Die lokale Regierung erkannte das Potenzial und unterstützte uns.“

Von shenzhen zum globalen player

Von shenzhen zum globalen player

Heute arbeitet Loglio mit dem drittgrößten chinesischen Automobilkonzern für Elektromobilität zusammen und hat maßgeblich dazu beigetragen, die E-Auto-Industrie in China zu prägen. Seine Expertise und sein Blick für Chancen haben ihn zu einem gefragten Berater gemacht, der an der Jilin University in Changchun eine neue Generation von Ingenieuren ausbildet. Die Wuling Mini EV, ein Elektroauto für rund 5.000 Euro, das er heute vertreibt, ist der Beweis für seinen Erfolg.

Die batterie: das herzstück der e-mobilität

Die batterie: das herzstück der e-mobilität

„Die Batterie macht 90 Prozent des Elektroautos aus“, betont Loglio. „Wir haben Batterien entwickelt, die leistungsstark und kostengünstig sind.“ Er erinnert daran, dass die ersten Prototypen auf der Umrüstung von Verbrennern basierten, während die heutigen Fahrzeuge von Grund auf für den Elektroantrieb konzipiert sind.

Die chinesische strategie: investition und automatisierung

Die chinesische strategie: investition und automatisierung

Loglio unterstreicht die entscheidende Rolle der chinesischen Regierung bei der Förderung der Elektromobilität. „Wenn man Kompetenz zeigt und Milliarden für eine Fabrik oder Batteriefertigung beantragt, investiert die Regierung“, erklärt er. Die chinesische Strategie basiert auf massiven Investitionen in Automatisierung und Robotik, was zu einer effizienten und kostengünstigen Produktion führt. „Wir produzieren in vollautomatisierten Fabriken, in denen nur hochqualifizierte Ingenieure arbeiten.“

Die zukunft der e-mobilität in europa

Die zukunft der e-mobilität in europa

Loglio äußert sich kritisch über die Entwicklung der E-Mobilität in Europa. „Die hohen Energiekosten und die zu hohen Preise für Elektroautos sind ein Problem“, sagt er. Er fordert mehr Investitionen in erneuerbare Energien und eine stärkere Förderung der Batteriefertigung in Europa. „China ist Jahrzehnte voraus, und es ist ein Gap, der schwer zu schließen ist.“

Die Geschichte von Marco Loglio ist ein inspirierendes Beispiel dafür, wie Vision, Beharrlichkeit und eine clevere Strategie den Weg für eine nachhaltige Zukunft ebnen können. Seine Expertise und sein Engagement für die Elektromobilität machen ihn zu einer Schlüsselfigur in der globalen Automobilindustrie – und seine Erfolge in China zeigen, dass die Zukunft der Mobilität elektrisch ist.