Automarkt im abschwung: elektro- und hybridautos trotzen dem trend

Automarkt im abschwung: elektro- und hybridautos trotzen dem trend

Mailand, 24. Februar – Der europäische Automarkt startet mit negativen Zahlen ins Jahr 2026. Die Neuzulassungen im Januar fielen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,9% auf insgesamt 961.382 Fahrzeuge. Diese Entwicklung zeigt sich in den aktuellen Daten der Acea, dem Verband der europäischen Automobilhersteller.

Deutliche einbußen bei tesla, renault und toyota

Besonders stark betroffen waren einige der größten Automobilkonzerne. Tesla verzeichnete einen Rückgang von 17%, Renault um 15% und Toyota um 13,4%. Diese Einbußen trugen maßgeblich zum negativen Gesamtergebnis bei. Die Situation zeigt, dass der gesamte Markt unter Druck steht und sich die Herausforderungen der Branche fortsetzen.

Stellantis und byd trotzen dem trend

Stellantis und byd trotzen dem trend

Ein Lichtblick im trüben Bild ist der Stellantis-Konzern, der im Januar 164.436 Fahrzeuge verkaufte und damit einen Zuwachs von 6,7% im Vergleich zum Vorjahr erzielte. Der Marktanteil stieg von 15,5% auf 17,1%. Auch der chinesische Hersteller BYD konnte mit einem Plus von 165% und einer Steigerung des Marktanteils von 0,7% auf 1,9% stark zulegen. Mercedes verzeichnete ebenfalls ein positives Ergebnis mit einem Wachstum von 2,8%.

Elektro- und hybridautos weiterhin beliebt

Elektro- und hybridautos weiterhin beliebt

Trotz des allgemeinen Rückgangs halten Elektroautos und Hybridfahrzeuge ihre Position als bevorzugte Wahl der Verbraucher. Der Anteil von reinen Elektroautos am EU-Marktanteil stieg im Januar 2026 auf 19,3%, verglichen mit 14,9% im Vorjahr. Hybridfahrzeuge eroberten sogar 38,6% des Marktes und bleiben somit die erste Wahl vieler Käufer.

Benzin- und dieselanteil sinkt drastisch

Benzin- und dieselanteil sinkt drastisch

Im Gegensatz dazu ist die kombinierte Marktanteil von Benzin- und Dieselautos auf 30,1% gesunken, ein deutlicher Rückgang gegenüber den 39,5% im Januar 2025. Diese Entwicklung unterstreicht den wachsenden Trend hin zu alternativen Antriebsformen und die zunehmende Ablehnung traditioneller Verbrennungsmotoren.

Regionale unterschiede bei der elektromobilität

Regionale unterschiede bei der elektromobilität

Insgesamt wurden im Januar 2026 154.230 neue Elektroautos zugelassen. Die vier größten Märkte – Frankreich, Deutschland, Belgien und die Niederlande – zeigten unterschiedliche Ergebnisse. Während Frankreich und Deutschland ein starkes Wachstum verzeichneten (+52,1% bzw. +23,8%), gingen die Zulassungen in Belgien (-11,5%) und den Niederlanden (-35,4%) zurück.

Plug-in-hybride erleben weiterhin wachstum

Plug-in-hybride erleben weiterhin wachstum

Auch die Zulassungen von Plug-in-Hybridfahrzeugen stiegen weiterhin an und erreichten im ersten Monat des Jahres 78.741 Einheiten. Besonders stark war das Wachstum in Italien (+134,2%), Spanien (+66,7%) und Deutschland (+23%). Dadurch beträgt der Anteil von Plug-in-Hybriden am europäischen Markt nun 9,8%, im Vergleich zu 7,4% im Januar des Vorjahres.

Rückgang bei benzin- und dieselzulassungen

Rückgang bei benzin- und dieselzulassungen

Die Zulassungen von Benzinautos sanken im Januar 2026 um 28,2%, wobei alle Hauptmärkte einen Rückgang verzeichneten. Besonders stark war der Einbruch in Frankreich (-48,9%). Auch der Dieselmarkt setzte seinen Abwärtstrend fort, mit einem Rückgang der Zulassungen um 22,3%.

Europäische politik als ursache für die krise?

Europäische politik als ursache für die krise?

Das Centro Studi Promotor weist darauf hin, dass der europäische Automarkt im Januar 2026 um 21,6% gegenüber Januar 2019, dem Vor-Pandemie-Jahr, zurückgegangen ist. Dies wird auf die Politik der EU im Bereich der Energiewende zurückgeführt, die die europäische Autoindustrie stark beeinträchtigt habe. Es wird betont, dass die Politik der EU im Bereich der Energiewende fehlerhaft sei, da sie nicht nur die Automobilindustrie in eine schwere Krise stürzt, sondern auch nur geringe Erfolge bei der Energiewende erzielt. Der Anteil von Elektroautos am gesamten Fahrzeugbestand der EU lag 2024 bei nur 2,3%.