Austria zieht option: barry bleibt trotz afrika-cup-einsatz an bord

Die Wiener Austria hat die Karten neu gemischt, während Abubakr Barry mit der Nationalmannschaft Gambias im Trainingslager steckt. Der Klub zog die Vertragsklausel, verlängerte das bis Sommer 2025 befristete Arbeitspapier um ein weiteres Jahr – und schickte damit ein Signal mitten hinein in die heiße Phase der Saison.

Der mann, der in wien zur stütze wurde

Der mann, der in wien zur stütze wurde

Barry kam im vergangenen Sommer als Unbekannter aus Israels zweiter Liga. 22 Bundesliga-Einsätze später stehen vier Tore und drei Assists in der Statistik – Zahlen, die nur einen Teil seiner Wirkung erklären. Trainer Stephan Helm nutzt den 25-Jährigen als flexibles Mittelfeld-Bollwerk, das sich zwischen Defensive und Offensive hin- und herbewegt wie ein Schatten, der den Gegner nie loslässt.

Die Entscheidung fiel intern schon vor Wochen, wurde aber erst jetzt publik – kurz bevor Barry für den Afrika-Cup-Quali-Trainingslager-Kader abstellt wird. Die Austria reagiert damit auf die zarte Anfragen mehrerer Bundesliga-Konkurrenten, die den Vertrag eigentlich auslaufen sehen wollten. Jetzt ist klar: Wer ihn will, muss tief in die Tasche greifen.

Die Ablösesumme, die einst bei 300.000 Euro lag, dürfte sich nach der Vertragsverlängerung verdoppeln. Das ist kein Zufall, sondern Teil einer Strategie: Die Austria will wieder zu den Klubs gehören, die Talente entwickeln und teuer weiterverkaufen – statt selbst teureTransfers zu riskieren.

Für Barry selbst ist die Verlängerung ein Beleg dafür, dass seine Geschichte mehr ist als ein kurzer Hype. „Ich bin hier angekommen“, sagte er kürzlich nach einem 2:1-Sieg, „und ich will noch viel mehr erreichen.“ Die Austria gibt ihm jetzt die Zeit dafür – und verhindert, dass er als Free Agent abhaut. Die Kasse bleibt geschlossen, die Zukunft offen.