Aue steigt ab: wiesbaden nimmt wehen mit in den abgrund!

Ein Schock für den FC Erzgebirge Aue! Durch das Unentschieden gegen Wehen Wiesbaden ist der Abstieg in die Regionalliga besiegelt. Während Wiesbaden seine eigene Saison in einem tristen Mittelmaß ausklingen lässt, stehen die Auer vor einem Neuanfang in der vierten Liga – ein bitteres Ende einer erfolgreichen Ära.

Slapstick und schock: aue verpasst rettung

Die Partie war alles andere als ein Fußballfest. Bereits in der sechsten Minute sorgte Sascha Mockenhaupt für Lacher, als er aus drei Metern das leere Tor verfehlte. Doch Wiesbaden ließ sich nicht beirren und brachte durch Moritz Flotho in der 24. Minute die Führung unter die Dachse. Ein früher Weckruf für Aue, der allerdings nicht sofort fruchtete. Tristan Zobel gelang es kurz darauf, mit einem wundersamen Treffer aus spitzem Winkel den Ausgleich zu erzielen – ein Hoffnungsschimmer, der jedoch schnell verblasste.

Florian Stritzel, nach langer Verletzungspause zurück im Kasten der Wiesbadener, hatte an diesem Tag wenig glückliche Momente. Doch dann kam Tarik Gözüsirin und mit ihm ein echter Nadelstich: Der geballte Eckstoß landete direkt im Tor, und Aue war wieder einmal vor einem Problem.

Die Entscheidung fiel in der 85. Minute, als Moritz Seiffert für Aue traf. Doch es war bereits zu spät. Die Hoffnung auf ein Wunder war verflogen, und der Abstieg stand fest.

Die bilanz: wiesbaden ohne aufstiegschancen, aue ohne zukunftsperspektive

Die bilanz: wiesbaden ohne aufstiegschancen, aue ohne zukunftsperspektive

Für Wehen Wiesbaden bedeutet das Unentschieden, dass die Saison ohne Ranglistenplatzierung endet. Die Mannschaft hat zwar ihre Abstiegssorgen abgehakt, doch der Aufstieg in die 2. Bundesliga war nie eine ernsthafte Option. Aber für Aue ist es ein dramatischer Einschnitt. Die lange Tradition des Vereins in der 3. Liga ist vorbei. Der Gang in die Regionalliga ist unausweichlich.

Erzgebirge Aue – Wehen Wiesbaden 2:2 (1:1)

Aue: Lord – Barylla (61. Seiffert), Malone, Zobel, Collins – Fabisch, Majetschak (76. Uhlmann), Schmid (83. Ocansey), Weinhauer – Bär (61. Günther-Schmidt), Bornschein

Wiesbaden: Stritzel – Neubert (65. Lewald), Gillekens, Janitzek – Mockenhaupt (46. Nink), Bogicevic (82. Agrafiotis), Gözüsirin, May, Kaya (73. Greilinger), Kalem (65. Schleimer)

Tore: 0:1 Flotho (24.), 1:1 Zobel (27.), 1:2 Gözüsirin (78.), 2:2 Seiffert (85.)

Gelbe Karten: – / Neubert

Gelb-Rot: May (69.)

Schiedsrichterin: Lutz (Poppenhausen)

Die Geschichte von Erzgebirge Aue ist ein Mahnmal dafür, dass auch Traditionsvereine nicht vor dem Abgrund sicher sind. Es bleibt abzuwarten, welche Zukunft der Verein in der Regionalliga erwartet. Und für Wehen Wiesbaden gilt es, die Saison mit Würde zu beenden und sich neu zu fokussieren.