Aue rutscht ab: aachen schockt veilchen mit 3:1 und schickt sie richtung regionalliga

Das Erzgebirge schreit, aber keiner hört es mehr. Der FC Erzgebirge Aue kassierte gegen Alemannia Aachen eine weitere Heimpleite und rast mit 22 Punkten Rückstand auf den rettenden Relegationsplatz dem Abstieg entgegen. Die Veilchen blieben 2026 sieglos – zwei Punkte aus neun Spielen sind kein Tippfehler, sondern die bittere Bilanz eines Traditionsvereins, der sich selbst zerlegt.

Gindorf trifft doppelt und versenkt aue

Der Drittliga-Top-Torjäger hatte sich den Geburtstag schon früher eingeladen. Nach 22 Minuten ließ er eine Flanke durch die Beine zweier Auer Abwehrspieler laufen, nahm den Ball volley und schlenzte ihn links unten ins Netz. Fünf Minuten später wiederholte er die Prozedur – diesmal per Distanzschuss aus 18 Metern. 0:2 zur Pause, die Kurve drehte sich demonstrativ um 180 Grad. Der Jubel der knapp 9.000 Zuschauer im Erzgebirgsstadion erstarb, als hätte jemand den Stecker gezogen.

Mit drei Wechseln versuchte Coach Pavel Dotchev nach der Pause die Wende. Robin Weinhauer kam, flankte, fand Malone, der per Kopf den Anschlusstreffer erzielte. Die Hoffnung währte 15 Minuten. Dann scheiterte Weinhauer selbst frei vor Keeper Reimann. Die Alemannia ließ den Ball laufen, schaltete um und machte durch den Magdeburger Leihgabe Nadjombe das 3:1. Die Entscheidung. Die Veilchen schafften danach nicht einmal mehr eine nennenswerte Torchance.

Kein befreiungsschlag in sicht

Kein befreiungsschlag in sicht

Die Zahlen sind gnadenlos: Aue kassierte in dieser Saison bereits 52 Gegentore, nur der Tabellenletzte Zwickau ist noch anfälliger. Die Offensivpower fehlt völlig – nur 27 Treffer stehen den Sachsen gut. Die Leihgaben aus Hannover, Dresden und Magdeburg funktionieren bei den Gästen, bei Aue wirkt alles zusammengewürfelt. Die Chemie zwischen erfahrenen Routiniers wie Guttau und den jungen Wilden fehlt, und das spiegelt sich in jedem Pass, der zu spät oder zu ungenau kommt.

Die Fans fordern Konsequenzen, der Vorstand schweigt. Am 80. Vereinsgeburtstag droht der Gang in die Viertklassigkeit, und niemand im Verein scheint eine Antwort zu haben. Die Saison 2025/26 wird in die Vereinsgeschichte eingehen – als das Jahr, in dem das Erzgebirge stumm vor sich hin rutschte.