Aue kämpft ums überleben – aachen zeigt, wie es geht
Acht Punkte Rückstand auf den Nichtabstiegsplatz, elf Spieltage noch auf der Uhr, und ein Trainer, der noch keinen einzigen Sieg mit seinem neuen Klub geholt hat. Die Lage beim FC Erzgebirge Aue ist so ernst, dass man sie kaum schönreden kann. Und doch gibt es an diesem Samstag ausgerechnet vom Gegner selbst einen Grund zur Hoffnung.
Das aachen-wunder als blaupause für das erzgebirge
Wer den Abstiegskampf der 3. Liga in dieser Saison verfolgt hat, kennt die Geschichte von Alemannia Aachen. Zur Winterpause stand die Arminia mit gerade einmal 21 Punkten tiefer im Keller als Aue selbst – auf einem direkten Abstiegsplatz, ohne erkennbaren Ausweg. Was dann passierte, war kein Wunder, sondern harte Arbeit: vier Siege aus acht Spielen, und plötzlich trennen Aachen und den ersten Abstiegsplatz elf Punkte. Elf Punkte, die innerhalb von zwei Monaten erspielt wurden. Die Zahl spricht für sich.
Genau das ist es, was die Hoffnung in Aue am Leben hält. Denn was Aachen schaffte, ist rechnerisch auch für die Veilchen noch möglich – wenn auch mit deutlich weniger Spielraum für Fehler.

Dabrowski wartet noch auf seinen ersten dreier
Christoph Dabrowski kam als Feuerwehrmann ins Erzgebirge. Das Feuer brennt noch. Der letzte Sieg des Vereins liegt im Dezember – seither ein tristes Wechselspiel aus Unentschieden und Niederlagen, das die Tabelle unerbittlich dokumentiert. Und trotzdem klingt Dabrowski nicht wie ein Mann, der aufgegeben hat. „Ich sehe schon viele Dinge, die bei uns in eine positive Richtung laufen. Wenn wir es schaffen, in entscheidenden Situationen noch klarer und fehlerfrei zu bleiben, dann sind wir auch auf dem Weg, endlich einen Dreier zu holen
