Attacken auf deutsche Sportler bei Olympia 2024: Schwimmerin Angelina Köhler erlebt Hass im Netz

Schwimmerin angelina köhler angegriffen

Die deutsche Schwimmerin Angelina Köhler (25) wurde bei Olympia 2024 in Paris von chinesischen Internet-Bots attackiert. Diese Programme schreiben automatisch Kommentare und beschimpften Köhler als 'Nazi' und 'Rassistin', weil sie sich zu einem Doping-Verdacht gegen eine Konkurrentin aus der Volksrepublik geäußert hatte.

Psychische auswirkungen

Psychische auswirkungen

Köhler sagte in SPORT BILD, dass die Attacken bei ihr Spuren hinterlassen haben. Sie trinkt nun aus Flaschen, die nicht geöffnet wurden, und fürchtet, dass ihr jemand Doping anhängen könnte. Sie wünscht sich eine Ansprechperson beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), um sich nicht alleingelassen zu fühlen.

Video geht viral

Video geht viral

Ein Video von Rambo-Ramos, der zu einem weltweiten Mega-Hit tanzt, ging viral. Quelle: Instagram @ sergioramos24.11.2025

Dosb reagiert

Dosb reagiert

Der DOSB reagiert nun vor den Winterspielen von Mailand und Cortina (6. bis 22. Februar 2026) auf die Attacken. Zusammen mit der Generalstaatsanwaltschaft werden solche Attacken stärker verfolgt. Bereits 2024 gab es eine technische Lösung, die auf Künstlicher Intelligenz (KI) basiert und Hasskommentare auf Social-Media-Konten des deutschen Teams und der Sportler in Echtzeit ausblendet.

Statistiken zu den attacken

Statistiken zu den attacken

Bei den Sommerspielen wurden rund 60.000 Kommentare gescannt und davon 4.000 herausgefiltert. Knapp 45 Prozent wurden als beleidigend, neun Prozent als rassistisch und 44 Prozent als Spam eingestuft. Beispielsweise gab es rassistische Attacken gegen Dennis Schröder (32) wegen seiner Hautfarbe.

Ki-programm und unterstützung

Köhler hatte nichts von dem KI-Programm gewusst, das vor Olympia aus ihrer Sicht noch nicht ausreichend kommuniziert worden war. Nun gibt es am 7. Januar einen Informations-Call mit dem deutschen Team. Die Sportler können sich entscheiden, das KI-Programm bei ihren sozialen Medien zu aktivieren. Dieses blockiert alle Attacken, sodass der Athlet nichts davon mitbekommt und sich besser auf den Sport konzentrieren kann.

Dokumentation und unterstützung

Alle Attacken werden dokumentiert und gespeichert. Bei Verdacht der Volksverhetzung wird sofort eine Information an die Generalstaatsanwaltschaft gegeben. Die Sportler können nach den Winterspielen die Möglichkeit haben, alle Kommentare zu sehen und Strafanträge gegen die Täter zu stellen. DOSB und Behörden helfen dabei. Für den Verband geht es darum, die mentale Gesundheit der Sportler zu schützen. Daher werden bei den Winterspielen auch 'Welfare-Officer' vor Ort sein, die als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Zusammenfassung

Der DOSB und die Generalstaatsanwaltschaft arbeiten zusammen, um die mentalen Belastungen der Sportler durch Hasskommentare zu minimieren. Eine KI-Lösung hilft, diese Attacken zu blockieren und die Sportler zu schützen.