Atlético zittert: 14 stars auf länderspielreise – champions-league-viertelfinale droht personalchaos
Die Treppe runter, direkt ins kalte Wasser: Während der Atlético-Kader in Madrid dünn wird, fechten 14 Rojiblancos auf drei Kontinenten Länderspiele aus. Die Folge? Ein Kribbeln im Metropolitano, das nicht nur vom Samstagabend gegen Barcelona stammt, sondern von der Vorstellung, was nach der Länderspielpause kommt: Viertelfinale der Champions League und Copa-del-Rey-Endspiel binnen sieben Tagen.
17 Hätten es fast werden können
Jan Oblak, Pubill, Barrios – sie alle blieben daheim, weil ihre Körper streikten. Mit ihnen wäre die Zahl auf 17 gestiegen, ein Wert, den kein spanischer Klub jemals in einer Saison überschritten hat. Die medizinische Abteilung atmete erst auf, als das erste Länderspiel-Wochenende vorüber war. Denn: Kein Muskelfaserriss, kein Bandscheibenvorfall, nur ein kurzer Schreck für Carlos Cardoso. Der US-Boys-Neuzugang spürte eine Zieherei, wurde zur Pause ausgewechselt, landete aber nur auf der Überlastungsliste statt auf der Krankenstation.
Kein Tor, drei Vorlagen. Das ist die klare Bilanz der 14 Abgesandten. Ademola Lookman legte gegen Iran auf, Hancko traf mit einem Zuckerpass gegen Kosovo, Molina servierte gegen Mauretanien. Tore? Fehlanzeige. Musste auch nicht sein – Hauptsache, alle kommen gesund zurück. Nur Musso blieb in Argentinien 90 Minuten lang am Stuhl kleben, während Vargas, Llorente, Hancko und Lookman durchspielten. Die Uhr tickt.

Morgen beginnt die zweite runde des roulette
Norwegen gegen die Schweiz, Uruguay gegen Algerien, Nigeria gegen Jordanien, Spanien gegen Ägypten – vier Atléticos, vier Einsätze, vier Risiken. Am Mittwoch folgt der US-Kracher gegen Portugal mit Cardoso, gleichzeitig Messi-Land gegen Sambia mit De Paul und Lanzini, während Mexico gegen Belgien Correa und Gallego auf dem Plan haben. Die medizinische Leitung hat jedem Spieler ein individuelles Minuten-Limit mitgegeben, doch wer Nationaltrainer versteht, weiß: Limits gelangen oft erst, wenn der Schaden da ist.
Atlético reist ohne Testspiel in die Königsklasse. Simeone wird diese Tage mit dem Blick auf sein Handy verbringen – nicht wegen Twitter, sondern wegen WhatsApp-Statusmeldungen aus Oslo, Montevideo und Los Angeles. Die Kaderplanung für das Viertelfinale ist ein Puzzle mit 14 Teilen, die gerade irgendwo über den Wolken kreisen. Das Metropolitano zittert. Und mit ihm ganz Madrid.
