Atlético madrid jagt ein historisches belastungslimit – 59 spiele und kein ende
Atlético Madrid lebt 2026 in einem Dauersprint. 80 Tage lang trugen die Rojiblancos alle 72 Stunden ein Pflichtspiel aus – 22 Partien in Liga, Champions League, Copa del Rey und Supercopa. Jetzt, nach der Länderspiel-Pause, stehen mindestens zwölf weitere Wettkämpfe an; das Saisonmaximum von 61 Spielen aus der Meister-Kampagne 2013/14 liegt in Reichweite.
Die zahlen, die simeone nicht schlafen lassen
Die Statistik ist gnadenlos: 47 Pflichtspiele hat Atlético bereits absolviert, eine mehr als der FC Barcelona. Die Ursache liegt in der Champions-League-Roadmap – die Mannschaft von Diego Simeone musste die Zusatz-Runde der KO-Phase bestreiten, während Barça direkt ins Viertelfinale einzog. Dafür spielten die Katalanen die Supercopa, Atleti nicht. Die Bilanz gleicht sich aus, die Belastung nicht.
Die Belastung wird noch größer: Zwischen dem 22. März und dem Pokalfinale am 2. Mai warten Liga-Duelle gegen Barça und Sevilla sowie ein Champions-League-Doppelpack gegen dieselben Blaugrana. Maximal drei Tage Regeneration, dann geht’s weiter.

14 Akteure weg, fünf profis zurück – die kabine leer gefegt
Die Länderspiel-Pause wirkt wie ein Witz. Vierzehen Spieler sind in ihren Nationalteams gefordert, vier weitere rekonvaleszieren. Im Training der ersten Mannschaft stehen gerade mal fünf Feldspieler zur Verfügung. Die medizinische Abteilung arbeitet auf Sicht, die Kraftmessung mit Barça steht vor der Tür.
Rekordjagd als Nebenwirkung: Schafft Atlético das erneute Ausscheiden des FC Barcelona, winken zwei zusätzliche Halbfinale – und damit 61 Spiele, mehr als jemals zuvor in der Ära Simeone. Die Saison 2013/14 endete mit 61 Einsätzen und dem ersten Meistertitel unter dem Argentinier. Geschichte wiederholt sich – nur diesmal unter höherem Tempo.
Der Körper fragt nicht nach, der Kalender schon gar nicht. Atlético Madrid schreibt 2026 ein Belastungsprotokoll, das europäischen Spitzenfußball neu vermisst – und das Finale steht noch aus.
