Aston martin: krack stellt ultimatum für 2026 aus!
Barcelona – Der Rauch der Enttäuschung hängt noch immer über Aston Martin. Nach dem desaströsen Grand Prix von Katalonien, in dem beide Autos ausfielen, hat Teamchef Mike Krack eine klare Ansage gemacht: Der Umbruch muss jetzt erfolgen, und zwar mit Nachdruck. Die Zeit der Ausreden ist vorbei.

Die worte des teamchefs: ein klares signal an die fabrik
Kracks Aussage, dass das Team hinter der Entscheidung des Ingenieurs steht, deutet auf ein tiefgreifendes Problem hin, das weit über einzelne Rennen hinausgeht. Es ist ein Ultimatum an die Entwicklungsabteilung, eine Aufforderung, endlich die fehlende Wettbewerbsfähigkeit herzustellen. Die europäischen Rennen waren eine Qual für Fernando Alonso und Lance Stroll, und die Fans haben es gesehen. Doch nun scheint Aston Martin bereit zu sein, drastische Maßnahmen zu ergreifen.
Pedro de la Rosa, der als Botschafter des Teams fungiert, ließ keine Zweifel daran, dass eine komplette Überarbeitung notwendig ist. „Wir müssen alles verbessern – Punkt!“, erklärte er unmissverständlich. Fernando Alonso selbst verschonte niemanden mit seiner Analyse: „Wir haben einen schlechten Motor, den schlechtesten. Wir haben schlechte Aerodynamik, schlechte Energieverwaltung…“ Seine Worte hallen nach und verdeutlichen die Ausmaße des Problems.
Das kommende Jahr wird entscheidend sein. Aston Martin arbeitet an einem fast komplett neuen Auto, intern wohl als „B-Modell“ bezeichnet, obwohl man diesen Begriff offiziell vermeiden möchte. Die Erwartungen sind hoch, aber die Zeit drängt. Honda soll die neuen Antriebskomponenten liefern, aber die Integration wird sich offenbar über mehrere Rennen erstrecken.
Ein zweistufiger Plan: Aerodynamik zuerst, dann der Motor
Laut BBC und dem renommierten Journalisten Andrew Benson wird die Aerodynamik zunächst verbessert, und zwar bereits für den Grand Prix von Belgien am 19. Juli. Die entscheidenden Verbesserungen am Motor sollen jedoch erst ab dem Grand Prix von Holland am 23. August Einzug halten. Das bedeutet, dass Aston Martin noch mindestens zwei Rennen – Österreich und Großbritannien – mit einem deutlich unterlegenen Auto bestreiten muss. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Die kommenden Rennen werden nicht nur den reinen Leistungstest darstellen, sondern auch Aufschluss darüber geben, wie gut die Zusammenarbeit zwischen der Fabrik und dem Team vor Ort funktioniert. Fehlte diese Korrelation in den vergangenen Jahren, könnte die aktuelle Entwicklung einen Wendepunkt markieren. Und natürlich bleibt die Situation von Fernando Alonso im Fokus. Der zweifache Weltmeister wird es nicht länger akzeptieren, wenn Aston Martin nicht in die Lage kommt, ihm ein konkurrenzfähiges Auto zu liefern. Ein weiteres Jahr wie dieses könnte seine Entscheidung für einen Wechsel besiegeln.
Die kommende Zeit wird zeigen, ob Aston Martin sein Versprechen einlösen kann. Die Fans, die Fahrer und vor allem Mike Krack erwarten eine deutliche Verbesserung – und zwar schnell. Sonst droht ein früher Abschied von den Ambitionen in der Formel 1.
