Aston martin kollabiert: newey-projekt droht desaster in australien

Einführungsrunde, ein paar Überquerungen der Ziellinie – und dann Boxenstopp ohne Wiederkehr. Genau das droht Aston Martin am kommenden Sonntag beim Saisonauftakt in Melbourne. Die AMR26, das erste Formel-1-Auto aus der Feder von Adrian Newey im grünen Dress, hat sich bei den Wintertests in Bahrain als technisches Fiasko entpuppt: Mehr als 14 Runden am Stück waren schlicht nicht drin.

Was in bahrain wirklich passiert ist

Die Bilder aus dem Wüstenstaat sprachen eine deutliche Sprache. Fernando Alonso und Lance Stroll verbrachten mehr Zeit in der Garage als auf der Strecke. Mit gedrosselten Drehzahlen und weit geöffneten Kühlklappen am Motordeckel krochen sie über den Asphalt – alles andere als das, was sich Lawrence Stroll vorgestellt hatte, als er vor fünf Monaten vollmundig verkündete, man habe ein Team gebaut, das um die Weltmeisterschaft kämpfen werde.

Der Kern des Problems liegt im Hybridsystem. Laut einem Bericht der BBC soll Newey selbst gegenüber der F1 Commission eingeräumt haben, dass der Honda-Antrieb nicht in der Lage sei, die vorgeschriebenen 350 Kilowatt elektrischer Leistung zu erzeugen – nicht einmal annähernd. Die Batterie lädt sich schlicht nicht ausreichend auf. Vibrationen während der Fahrt sollen die Hybridbatterie regelrecht zerstören. Das Ergebnis: ein Auto, das sich nach einer Handvoll Runden selbst aufgibt.

Honda und newey: schuldzuweisungen noch vor dem ersten rennen

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Die Reaktion des japanischen Motorenherstellers ließ nicht lange auf sich warten. Ikuo Takeshi, Projektleiter für das F1-Programm bei Honda, wies die Verantwortung kühl zurück: „Soweit ich weiß, hat auch er selbst keine genaue Vorstellung von den Problemen – und zu unserer Zeit mit Red Bull ist uns so etwas nie passiert.