Arsenal-stars boykottieren nationalteams: arteta genießt den trubel!
Ein ungewöhnlicher Ansturm von Absagen und vorzeitigen Rückkehren hat den Kader von Arsenal vor dem wichtigen FA-Cup-Viertelfinale gegen Southampton dezimiert. Gleich elf Profis machen sich rar – eine Häufung, die Trainer Mikel Arteta sichtlich amüsiert.

Die absagen-welle: was steckt dahinter?
Die BBC hat die Zahlen geprüft: Von 228 Premier-League-Spielern, die im März zu Länderspielen eingeladen wurden, stellten 23 ihre Teilnahme nicht zur Verfügung. Elf dieser Spieler gehören dem FC Arsenal an. Neben den bekannten Fällen von William Saliba, Gabriel, Martin Ödegaard und Eberechi Eze, die gar nicht erst auf Reisen gingen, kehrten Saka, Madueke, Rice, Zubimendi und Hincapie überraschend frühzeitig zurück. Der Verdacht liegt nahe, dass die Gunners den Saison-Endspurt in Liga, Champions League und FA Cup vorziehen wollen – ein Gedanke, den Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel zwar abtat, doch der Zweifel bleibt.
Arteta selbst reagierte auf die Berichterstattung mit einem Augenzwinkern: „Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu den meisten Nationalmannschaften, auch zu Thomas“, erklärte er. Statt Klarheit zu schaffen, befeuerte der Spanier die Spekulationen weiter. „Ihr werdet sehen“, ließ er wissen, bevor er das Quiz über seinen Torwart anstieß – eine clevere Ablenkungstaktik, die ihm innewohnt.
Ein Torwart-Rätsel vor dem Cup-Spiel
Die Frage, wer am Samstagabend gegen Southampton im Kasten stehen wird, ist ebenso spannend wie die Personaldebakel in der Abwehr. Kepa Arrizabalaga ist traditionell der Pokal-Keeper von Arsenal, doch sein Patzer im League-Cup-Finale gegen Manchester City lastet schwer. Kann David Raya, die zuverlässigere Nummer 1, den Vorzug erhalten? Arteta vernebelte die Sache zusätzlich: „Unser Torwart morgen wird aus Europa kommen, jünger als 32 sein, Rechtsfuß und mindestens zwei Sprachen sprechen.“ Ein Hinweis auf beide Kandidaten, der die Fans weiter rätseln lässt.
Neben der Torwartfrage muss Arteta auch die Ausfälle von Madueke und Eze berücksichtigen, während Ödegaard und Timber wieder zur Verfügung stehen. Die Aufstellung am Samstagabend wird Klarheit schaffen – ein Spiel, das gegen den aufstrebenden Zweitligisten FC Southampton unter der Leitung von Trainer Tonda Eckert eine spannende Begegnung verspricht.
Die Gunners stehen vor einer Herausforderung, aber die Art und Weise, wie Arteta mit der Situation umgeht, zeugt von Selbstbewusstsein und taktischem Geschick. Ob die Absagen und Rückkehren eine bewusste Strategie sind, um die Kräfte zu schonen und die Titelträume am Leben zu erhalten, wird die Zeit zeigen. Eines ist sicher: Arsenal ist bereit, den Kampf anzunehmen.
