Arsenal: zwei hochkaräter vom dienst – arteta krempelt den kader um!

London bebt! Während andere Top-Klubs im europäischen Fußball mit dünnen Personaldeichen kämpfen, präsentiert der Arsenal FC eine beeindruckende Tiefe im Kader. Mikel Artetas Mannschaft ist nicht nur mit einem schlagkräftigen Stammelf besetzt, sondern verfügt über eine Bank, die in puncto Qualität und Potenzial kaum Wünsche offen lässt. Die jüngsten Erfolge in der Champions League unterstreichen diese Entwicklung eindrucksvoll.

Die herausforderung: hohe belastung und rotation

Die herausforderung: hohe belastung und rotation

Die englische Premier League und die Champions League fordern ihren Tribut. Eine Saison mit über 70 Spielen pro Spieler ist heutzutage keine Seltenheit mehr. Arteta erkannte früh, dass eine Top-Mannschaft ohne breite Kaderstruktur in dieser Intensität nicht mithalten kann. „Die Spieler müssen 70 oder 74 Spiele bestreiten. Das ist neu. Bei dieser Intensität können sie das nicht durchhalten, man braucht also mehr Spieler“, so der Arsenal-Coach bereits im September.

Die jüngsten Ausfälle von Jurrien Timber, Piero Hincapié und Bukayo Saka hätten bei vielen anderen Teams Panik ausgelöst. Doch bei Arsenal war das kaum spürbar. Gegen Sporting Lissabon bewies die 'B'-Elf, dass sie in keiner Weise an Potenzial verliert. Ein Wechselspiel, das selbst den Gegner in Verzweiflung stürzte. Rui Borges, der Trainer von Sporting, konnte lediglich Daniel Bragança und Rafael Nel einwechseln, während Arteta mit Kai Havertz, Gabriel Martinelli und dem jungen Max Dowman frischen Wind brachte.

Dowman, der jüngste Premier-League-Torschütze, demonstrierte dabei sein enormes Talent, obwohl er im weiteren Spielverlauf kaum in Erscheinung trat. Es waren die erfahrenen Kräfte Martinelli und Havertz, die in der Nachspielzeit den Siegtreffer erzielten – ein Beweis für die Qualität der Arsenal-Bank.

Dieses Tor war bereits das vierte für Arsenal in der Champions League, das von Spielern von der Bank erzielt oder vorbereitet wurde. Ein neuer Wettbewerbsrekord! Aber das ist noch lange nicht alles. In allen Wettbewerben haben die Arsenal-Ersatzspieler in dieser Saison bereits 38 Tore erzielt (24 Treffer und 14 Vorlagen) – mehr als jedes andere Team in Europa. Kein Zufall, dass Arsenal auch das Team mit den meisten Toren in der Nachspielzeit der Premier League ist (8).

Die Transferbilanz unterstreicht die Ambitionen des Klubs. Insgesamt sind die 24 Spieler des Arsenal-Kaders stolze 1,23 Milliarden Euro wert, wovon rund 440 Millionen Euro auf die rotierenden Spieler entfallen. Die Investitionen in dieser Größenordnung haben sich bereits jetzt ausgezahlt. Die Tiefe des Kaders ermöglicht es Arteta, auf Ausfälle flexibel zu reagieren und die Belastung für die Stammspieler zu reduzieren. Das Ergebnis: Eine Mannschaft, die sowohl in der Breite als auch in der Tiefe überzeugt und die Konkurrenz in der Premier League und der Champions League vor eine schwere Aufgabe stellt.

Die Bilanz der Arsenal-Ersatzspieler ist eindrucksvoll und zeigt, dass Arteta eine Mannschaft geformt hat, die in der Lage ist, auch unter Druck zu bestehen. Die Zukunft gehört den Rotationen!