Arsenal: zwei aufgebot – eine macht!

Die Gunners demonstrieren derzeit eine Tiefe, die in der Premier League ihresgleichen sucht. Während andere Klubs auf ihre Stammelf setzen, verfügt Mikel Arteta von arsenal praktisch zwei konkurrenzfähige Mannschaften. Diese Entwicklung ist nicht nur ein Zeichen finanzieller Stärke, sondern vor allem eine Frage der klugen Kaderplanung und des effektiven Umgangs mit Talenten.

Die bank als waffe: arteta übertrifft die konkurrenz

Die bank als waffe: arteta übertrifft die konkurrenz

Noch vor wenigen Monaten beklagte Arteta den Mangel an erfahrenen Optionen auf der Bank. „Wir haben fünf Spieler aus der Jugend gesehen, die wahrscheinlich noch nie ein Champions-League-Spiel bestritten haben“, kritisierte er. Nun scheint sich diese Situation dramatisch geändert zu haben. Gegen den Sporting CP in Lissabon bewies das zweite Glied des Gunners-Teams einmal mehr seine Qualität und rettete dem Team den Sieg in der allerletzten Minute.

Die eingewechselten Kai Havertz und Gabriel Martinelli waren maßgeblich am 2:1-Erfolg beteiligt, wobei Havertz den entscheidenden Treffer erzielte. Selbst der junge Max Dowman, der erst kürzlich gegen Everton sein Debüt feierte und dabei als jüngster Premier-League-Torschütze in die Geschichte einging, zeigte seine Klasse. Arteta lobte seine Spieler nach dem Spiel: „Gabi (Martinelli) hatte einen enormen Einfluss, Kai (Havertz) auch. Und Max, natürlich. Wir brauchten sie, und wir sind sehr zufrieden mit ihrer Leistung.“

Ein historischer Erfolg: Der Treffer von Havertz war bereits der vierte Treffer des arsenal-Teams in der Champions League, der durch einen eingewechselten Spieler erzielt oder vorbereitet wurde – ein neuer Wettbewerbsrekord. Doch auch in der Liga ist die Bank der Gunners eine Macht. Allein in dieser Saison haben die Joker des Teams 38 Treffer erzielt (24 Tore und 14 Assists), mehr als jedes andere Team in Europa. Kein Wunder, dass arsenal das Team der Premier League mit den meisten Toren in der Nachspielzeit ist – acht Treffer in dieser Saison sprechen eine deutliche Sprache.

Arteta hatte bereits im September vor den Belastungen einer langen Saison gewarnt: „Das ist das Niveau, das andere Teams in der Liga und in Europa setzen. Die Spieler müssen 70 oder 74 Spiele bestreiten. Das ist noch nie zuvor passiert. Bei dieser Intensität werden sie es nicht durchhalten, also braucht man mehr Spieler.“

Die Kaderkosten des arsenal, bewertet auf 1,23 Milliarden Euro, spiegeln die Ambitionen des Vereins wider. Von diesen 1,23 Milliarden Euro entfallen 429 Millionen Euro auf die Spieler, die regelmäßig zum Einsatz kommen. Die Investition hat sich jedoch ausgezahlt, denn die Tiefe des Kaders ermöglicht es Arteta, flexibel auf Verletzungen und Formschwankungen zu reagieren und seine Mannschaft optimal auf jede Herausforderung vorzubereiten.

Die Qualität der eingewechselten Spieler demonstriert nicht nur die Tiefe des Kaders, sondern auch Artetas Fähigkeit, junge Talente zu integrieren und ihnen die Chance zu geben, sich zu beweisen. Mit einem solch breiten und talentierten Kader ist arsenal bestens gerüstet, um in der Premier League und in der Champions League um die Titel zu kämpfen. Die Gunners haben bewiesen, dass eine starke Bank nicht nur eine Option, sondern eine Notwendigkeit im modernen Fußball ist.