Araujo schlägt zurück: kopfball-kracher besiegelt barças heim-macht
Ronald Araujo spielte sich in 90 Minuten vom Seelenkrieg zum Matchwinner. Der Uruguayer köpft den 1:0-Sieger gegen Rayo, stellt seine eigenen Torrekord ein und schickt den FC Barcelona mit zehn Heimsiegen in der Tasche in die Länderspielpause.
Flick setzt auf kopfballwaffe statt garcia
Hansi Flick hatte eine einzige Wechselparade im Kopf: Araujo rauf, Garcia raus. Der Deutsche nutzte die leichte Hinteroberschenkel-Überlastung des Katalanen, um seine Lieblingswaffe im Strafraum zu schalten. Das Ergebnis: ein strammer Kopfball nach 63 Minuten, der Rayo-Torhüter Dimitrievski noch im Flug ansah, wie das Leder unter der Latte einschlug. Camp Nou tobte, Araujo ballte die Faust – und Flick atmete auf.
Vier Tore in einer Saison schaffte der Verteidiger zuletzt 2021/22. Drei davon fallen in diesem Ligajahr bereits in LaLiga (Girona, Oviedo, Rayo), eins im Copa-del-Rey-Viertelfinale gegen Albacete. Die Statistik klingt nach Stürmer, liest sich aber unter dem Namen eines Innenverteidigers.

Mentaler neuanfang mit offensivgarantie
Die Anekdote nebenbei: Araujo musste zwischendurch pausieren, weil die Köpfe anderer Art ihn lahmten. Psychische Erschöpfung. Gegen Rayo wirkte er, als hätte er die Last abgestreift. Zweikampfquote 71 %, vier Balleroberungen im Sechzehner, dazu der Kopfball, den er sich selbst einnetzte. „Das Tor gibt ihm Sicherheit – und uns die nächste Null“, sagte Flick im Mixed-Zone-Sprint.
Barça beendet die Woche mit 13 Toren im Gepäck: 5:0 Sevilla, 7:2 Newcastle, 1:0 Rayo. Die Hausaufgabe lautet: Tordifferenz +18, 100 % Heimrecord. Die Mannschaft reist zerstreut in alle Welt, doch die Rückkehr wird ein Wiedersehen mit einem Araujo sein, der sich selbst überholt hat – und vielleicht gerade deshalb endlich wieder zu sich gefunden hat.
