Aramburu brennt durch: 450 von 472 minuten – rekord in sicht
Jon Mikel Aramburu spielt sich in Ekstase. Der Venezolaner stand in den letzten fünf Partien 450 von 472 möglichen Minuten auf dem Rasen, erledigt die Arbeit zweier Rechtsverteidiger und ist nur noch 287 Minuten von seiner Bestmarfer der Vorsaison entfernt. Die Zahl lautet: 2.462. Fällt sie, ist die Saison 25/26 seine längste jemals.

Keine rotation möglich – odriozola fällt aus, rupérez seit wochen verletzt
Warum rennt der 24-Jährige Marathon? Weil hinten rechts sonst niemand mehr steht. Álvaro Odriozola riss sich die Syndesmose, Iñaki Rupérez fehlt seit dem Trainingslager. Alberto Dadie vom Sanse darf wegen der Altersregel nicht ran, also bleibt nur Aramburu. Pellegrino Matarazzo versuchte es trotzdem mit Erhaltung, zog ihn gegen Villarreal in der 68. Minute raus – und kassierte prompt den Gegentreffer. Seitdem ist klar: der Coach rotiert lieber bei Oyarzabal, Guedes oder Turrientes als an der Seitenlinie hinten.
Die Neun-Gelb-Karte gegen Villarreal bringt den nächsten Stresstest. Eine weitere Verwarnung und der „Dauerkraftwerk“ pausiert zwangsweise. Aritz Arambarri trainiert schon mit der Profigruppe, um im Notfall durchzustarten. Die sportliche Leitung atmet auf, dass wenigstens die Länderspielreise kurz ist: Trinidad und Tobago sowie Usbekistan stehen an, zwei Termine auf knapp 14.000 Kilometern. Das medizinische Departement hat dem Spieler eine individuelle Belastungssteuerung verordnet – mit der Bitte, ihn heil zurückzubekommen, bevor am 18. April das Pokalfinale gegen Atlético ansteht.
Die Bilanz bislang: 29 Liga-Einsätze, 15 davon unter Matarazzo von Beginn an, 2.175 absolvierte Minuten – kein Feldspieler kam öfter zum Einsatz. Die Zahlen sind nicht nur rekordverdächtig, sie entlarven auch die personelle Schieflage der Real Sociedad. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet der ehemalige Karakas-Kicker zum unverzichtbaren Dauerläufer mutiert?
