Aprilia triumphiert in austin: rivola sieht wm-titel im blick
Austin, Texas – Ein historischer Sieg für Aprilia, so Massimo Rivola, der Teamchef, nach dem beeindruckenden Auftritt in den USA. Marco Bezzecchi sicherte sich den Sieg, während auch Jorge Martin stark performte, und das vor dem Hintergrund einer verstärkten italienischen Präsenz im MotoGP-Feld. Ein Moment, dessen Bedeutung weit über den reinen Rennerfolg hinausgeht.
Die rückkehr der italienischen dominanz
Es ist nicht nur der Sieg an sich, sondern auch die Art und Weise, wie er gefeiert wird, die Rivola begeistert. Die Kombination aus italienischer Eigentümerschaft, italienischem Motorrad, italienischem Fahrer und dem ikonischen Löwen von San Marco auf der Livrea – all das kommt bei den Fans gut an. „Es gefällt mir sehr, diese italienische Note in unserem Erfolg zu sehen“, so Rivola.
Doch die Freude wird von einer gewissen Besonnenheit gemildert. Die Krise im Nahen Osten zwingt den Motorsport zu einer Pause, eine willkommene Atempause für Aprilia. Rivola warnt vor zu viel Euphorie: „Wir müssen ruhig bleiben und uns auf die Rennen in Europa konzentrieren.“
Die Strategie zahlt Früchte. Rivola betont die Bedeutung der Teamarbeit und warnt vor dem Verlust der Konzentration. „Das ist der Schlüssel zum Erfolg. Wir sind hier, um zu gewinnen, aber es braucht Disziplin und Ausgeglichenheit.“

Marquez' comeback und die herausforderungen in jerez
Die Leistung von Aprilia in Austin war beeindruckend, insbesondere angesichts der starken Konkurrenz von Marquez. „Es war schön, so zu dominieren, besonders auf einer Strecke, auf der Marquez normalerweise stärker ist“, so Rivola. Die Erwartungen an Ducati waren hoch, aber Aprilia hat die Messlatte höher gelegt. Rivola sieht die Rennen in Europa, insbesondere in Jerez, als entscheidend an, um die Position von KTM und Honda besser einschätzen zu können. „Jerez wird schon sehr aufschlussreich sein.“
Ein kleiner Fehler darf dabei nicht passieren, wie der Ausfall von Ai Ogura in den USA zeigte. „Marquez ist ein Gegner, dem man keinen Zentimeter schenken darf.“
Bezzecchis reife und martins entwicklung
Rivola lobt Bezzecchis Entwicklung und seine Fähigkeit, aus schwierigen Situationen zu lernen. „Er ist eine echte Kriegmaschine“, so Rivola. Jorge Martin hingegen benötigt noch etwas mehr Selbstvertrauen bei den Qualifikationsläufen. Das Team hat eine beeindruckende Entwicklung hingelegt, die bereits in Brasilien deutlich wurde, als man vom letzten Platz einen Sieg errang.
„Was mich in Austin beeindruckt hat, ist die Teamarbeit. Fabiano Sterlacchini verdient besondere Anerkennung für seine Arbeit. Aber ich bin kein Einzelkämpfer – ich bevorzuge die Teamleistung. Jeder muss bereit sein, seinen Egoismus zurückzustellen und das Beste für das Team zu geben. Das ist der Schlüssel zum Erfolg.“
Die Entscheidung, die Fahrer zu halten und zu fördern, hat sich ausgezahlt. Rivola betrachtet die Fahrer als „garibaldinische Persönlichkeiten“ und ist stolz auf die Kohärenz im Team, trotz der Herausforderungen des vergangenen Jahres mit Jorge Martin.
Rivola blickt zurück auf seinen Wechsel von Ferrari zu Aprilia: „Es war der perfekte Zeitpunkt, als Leclerc den Sitz bei Ferrari testete. Meine Mission war erfüllt, und Aprilia bot eine wunderbare Gelegenheit.“
„Ich habe immer daran geglaubt, dass wir gewinnen können – vielleicht war es übermäßiger Optimismus, aber er sollte ansteckend sein. Und wie Lucio Battisti sang: 'Das werden wir erst herausfinden, wenn wir leben.'“
Die Rennen werden folgen, und die Strategie bleibt: Rennen für Rennen, ohne voreilige Schlüsse. Denn im Motorsport gilt: Wer stehen bleibt, verliert.
