Andreas wellinger findet zur form – hoffnungsschimmer vor olympia?
Wellinger meldet sich eindrucksvoll zurück
Andreas Wellinger hat rechtzeitig vor den Olympischen Spielen ein starkes Lebenszeichen gesetzt. Nach monatelanger Krise zeigte der 30-Jährige beim Heim-Weltcup in Willingen eine beeindruckende Leistung und scheint wieder in die Form zu finden. Die Plätze sechs und acht waren ein deutlicher Erfolg nach einer schwierigen Saison.

Eine saison voller herausforderungen
Die aktuelle Saison war für Wellinger alles andere als einfach. Im Gesamtweltcup rangiert er abgeschlagen, bei der Vierschanzentournee landete er lediglich auf dem 36. Platz. Besonders demütigend war die Nicht-Berücksichtigung für die Skiflug-WM in Oberstdorf, wo er nur als Vorspringer eingesetzt wurde. „Es waren lange, harte Wochen und Monate“, gab Wellinger zu.
Willingen als erfolgsort
Willingen scheint für Wellinger ein besonderer Ort zu sein. Bereits 2007 feierte er dort mit der Mannschaft seinen ersten Podestplatz. 2017 und 2024 gewann er die Einzelwettbewerbe. Auch im Vorjahr meldete er sich in Willingen zurück, bevor er bei der WM Silber gewann. Die positive Erfahrung in Willingen könnte auch diesmal ein wichtiger Motivationsschub sein.
Olympia-erfahrung als trumpf
Im Gegensatz zu Karl Geiger, der ebenfalls mit seiner Form kämpft, hat Wellinger die Chance, sich bei den Olympischen Spielen in Italien zu beweisen. Seine Olympia-Bilanz ist beeindruckend: 2014 gewann er mit der Mannschaft Gold in Sotschi, 2018 triumphierte er im Einzel von der Normalschanze in Pyeongchang. 2022 verpasste er die Spiele aufgrund einer Corona-Infektion.
Gold-traum und realistische einschätzung
Ein erneuter Gold-Coup von Wellinger wäre angesichts der starken Konkurrenz, allen voran Domen Prevc, eine Überraschung. Dennoch ist er zu Leistungen fähig, die ihn wieder ins Rampenlicht rücken könnten. Wellinger selbst betont: „Wenn ich es hinkriege, bin ich vorne dabei.“
Das gefühl ist zurück – aber vorsicht ist geboten
Wellinger beschreibt, dass sein Fluggefühl wieder zurückkehrt, die Sprünge sich „wieder flüssig“ anfühlen und der Körper „leicht“ ist. Dennoch warnt er davor, die positive Entwicklung zu überschätzen. „Ein kleiner Fehler und ich lande auf Platz 30“, weiß er. Die Grundlage ist brüchig, aber das Potenzial ist zweifellos vorhanden. Die Olympia-Generalprobe in Willingen hat Hoffnung gegeben, aber die finale Bestätigung steht noch aus.
