Ambri-piotta zittert trotz 3:2-kantersieg – youngster borradori droht aus
Die Glocken von Ambri läuten noch nicht. Mit dem 3:2 gegen Ajoie steht der HC Ambri-Piotta auf 3:0-Siegen in der Playout-Serie, doch die Freude dauerte nur Sekunden – denn Nathan Borradori, 19, musste nach einem harten Check an der Bande ausgewechselt werden. Die Diagnose steht noch aus, das Team wartet auf neurologische Tests.
Kalt erwischt – borradori droht längere pause
Es war die 33. Minute, als Borradori im Kampf um die Scheibe mit voller Wucht in die Plexiglaswand krachte. Die HCA-Bank verstummte sofort, die Ärzte eilten herbei. „Er war kurz nicht ansprechbar“, sagte Co-Trainer Massimo Capone nach dem Spiel. Die nächsten 48 Stunden entscheiden, ob der Stürmer für Spiel vier am Dienstag auflaufen kann – ein Verzicht wäre ein herber Schlag für das schon dezimierte Kader.
Die Tessiner starteten trotzdem furios. Tommaso De Luca nutzte eine früte Powerplay-Chance (8.), Michael Joly erhöhte auf 2:0 (12.). Ajoie kam durch Yonas Berthoud heran, doch Ambri blieb klarer. Die zweite Hälfte des ersten Drittels gehörte den Hausherren, die Gäste fanden nur durch Strafen ins Spiel.

Romanenghi trifft nur den pfosten – ambri bewahrt die nerven
Im torlosen Mitteldrittel schraubten sich die Nervosität und die Schlagzahl. Ajoies Matteo Romanenghi jagte den Puck an den Außenpfosten, vergab dann zwei weitere Top-Chancen und landete selbst auf der Strafbank. Auf der Gegenseite scheiterte Alex Formenton dreimal an Damiano Ciaccio, der Goalie der Jurassier hielt seine Mannschaft im Spiel.
Die Vorentscheidung fiel in der 46. Minute: Jerry Turkulainen legt quer auf Julius Nättinen, der eiskalt zum 3:1 vollendet. Ajoie kam durch Berthoud noch einmal heran (56.), doch Formenton schaufelte den Abpraller zum 3:2-Endstand über die Linie – sein zweiter Punkt des Abends.

Titelkampf oder klassenerhalt? für ambri zählt nur dienstag
Die Statistik spricht eine klare Sprache: In der NL-Geschichte dreht noch keine Mannschaft ein 0:3 im Play-out. Trotzdem warnt Kapitän Matteo Nodari: „Wir haben noch nichts erreicht. Das nächste Spiel wird das härteste.“ Ohne Borradori rückt Elia Riva aus dem NL-Team in die vierte Reihe, die Defensive bleibt unverändert.
Für Ambri geht es um mehr als nur den Ligaerhalt. Mit einem Sweep würde der Klub die Play-off-Träume der Fans neu entfachen und die sportliche Leitung unter Druck setzen: Sollte man doch noch den Sprung in die Meisterschaft wagen? Doch zuerst heißt es: Daumen drücken für Borradori – und Dienstag die nächste Rechnung präsentieren.
