Alpin-Männer des DSV ohne Podiums-Platzierung: Wolfgang Maier spricht Klartext
Ein rückblick auf die vergangene saison
Im vergangenen Weltcup-Winter stand die Alpin-Männer-Abteilung des Deutschen Ski-Verbandes (DSV) ohne Podiums-Platzierung da. Alpin-Direktor Wolfgang Maier (64) äußerte sich dazu: "Da hatten wir Not bei den Männern. So wollen wir das Herrenteam nicht präsentieren."
Der vergleich mit anderen sportarten
Im Vergleich zu anderen Sportarten im DSV zeigt sich die Misere der Alpin-Männer besonders deutlich. Insgesamt gab es in Nordischer Kombination, Biathlon, Skisprung, Skilanglauf und Ski Freestyle 121 Podestplätze. Sieben kamen von den Alpin-Frauen.
Der druck auf das herrenteam
"Der Druck ist hoch, aber nicht nur von außen, sondern auch von dem Anspruch, den wir an uns selbst stellen", sagt Maier. "Ski alpin ist in Deutschland eine Sportart, die permanent um Anerkennung kämpft."
Die herausforderungen im abfahrtsbereich
Besonders der Abfahrtsbereich steckt in einer Krise. Ehemalige Topfahrer wie Thomas Dreßen (31), Pepi Ferstl (36) und Andreas Sander (36) hörten auf oder fielen wegen gesundheitlicher Probleme aus.
Die hoffnungsträger der zukunft
Die Junioren Felix Rösle (20) und Benno Brandis (19) sollen behutsam aufgebaut werden. Wolfgang Maier betont: "Uns bleibt nichts anderes übrig, als sensibler, umsichtiger und zielgenauer mit den Athleten umzugehen."
Erste erfolge im riesenslalom
Der Riesenslalom-Auftakt in Sölden (Österreich) brachte erste gute Ansätze. Mit Anton Grammel (27) auf Platz elf, Fabian Gratz (28) als 17. und Jonas Stockinger (26) als 19. waren zumindest drei Deutsche in den Top 20.
Ziele für olympia
Für die Olympischen Spiele im Februar in Cortina d’Ampezzo und Bormio ist das Ziel klar: "Dort erwarten wir, dass wir bei Männern und Frauen jeweils eine Medaille holen", sagt Maier. "Wenn wir nicht auch die eigene Zielsetzung hätten, eine Medaille zu holen, dann brauchen wir nicht zu den Spielen zu fahren."