Alpiner absturz: diese zehn stars verpassten die saison 2025/26 komplett
Die Kristallkugel war grausam. Während Justin Murisier im Frühjahr 2025 noch als Abfahrts-König vom Zauberteppisch schwebte, rutschte er zwölf Monate später in die zweite Startgruppe – und das war noch das beste Pflaster, das ihm die Saison bot. Knie, Rücken, Selbstvertrauen: alles schmerzte gleichzeitig.
Die Bilanz liest sich wie ein Krimi ohne Happy End. Nur zwei Top-20-Platzierungen. Rang 33 in der Abfahrt. Rang 35 im Super-G. Der 34-Jährige verpasste das Finale in Gröden, jene Piste, die ihm 2025 noch den ersten Weltcup-Sieg beschert hatte. Die Zahlen sind lauter als jedes Interview.
Sturz in gröden kostet fredrik møller 48 plätze
Der Norweger war der Shootingstar der Vorsaison. Sieg in Bormio, fünfter Rang im Super-G – dann der Crash. Seitdem jagt Møller seine eigene Spur, nicht die Zeit. Rang 60 in der Abfahrt, 12. im Super-G, trotz zweitem Platz in Beaver Creek. Ein einziger Fehler, der ganze Winter wurde dafür bestraft.
Bryce Bennett kam nicht einmal mehr in die Punkteränge. Der US-Boy, sonst ein Garmisch-Monster, schaffte es nur zweimal unter die Top 20. Seine Startnummer in Gröden war besser, das Material schwerer, das Ergebnis bitter: Platz 33. Der 33-Jährige warf sich nicht mehr in die Kurve, er warf sich in die Saisonpause.

Romed baumann verabschiedet sich mit 37 jahren enttäuscht
Sein letztes Rennen in Garmisch-Partenkirchen war kein Fest, sondern ein Stummfilm. Keine Highlights, keine Emotionen, nur noch ein schwacher Abgang. Die Karriere endet mit einem Achselzucken, nicht mit einem Feuerwerk. Der Deutsche mit österreichischem Pass verlässt die Bühne, ohne dass jemand applaudiert.
Jared Goldberg durfte in Gröden noch einmal aufs Podest schauen – als Zweiter im Super-G. Danach? Sieben Abfahrten, null Punkte. Eine Saison, die wie ein Tiefschneetag endet: Weiß, aber ohne Sonne. Der 34-Jährige rutschte im Gesamtweltcup 29 Plätze ab, eine Lawine ohne Rettungsdienst.

Frauen: ming-nufer versinkt in der bedeutungslosigkeit
19 Punkte in der Abfahrt, drei im Super-G. Priska Ming-Nufer war einst die Hoffnung der Schweiz, jetzt ist sie eine Fußnote. Die 27-Jährige kämpfte um Platz 25, landete auf 39. Die Skistiefel passen noch, die Lust nicht mehr.
Christina Ager beendete ihre Karriere mit 30 Jahren – nicht wegen des Alters, sondern wegen der Leere. Acht Mal in die Punkte, elf Zähler insgesamt. Die WM-Teilnahme in der Team-Kombi war ihr letzter Auftritt, nicht ihr letzter Triumph. Die Salzburgerin zog sich zurück, bevor sie sich selbst vergaß.
Ricarda Haaser kehrte nach ihrem Kreuzbandriss zurück – aber nicht in die Spur. Platz 20 im Super-G, das war ihr Trostpreis. Die 29-Jährige war einmal die Schwester des Riesenslalom-Weltmeisters, heute ist sie die Schwester der Vergangenheit.
Die Saison 2025/26 war kein Sport, sie war ein Reset. Die nächste Saison beginnt im November. Dort warten neue Namen, neue Hoffnungen – und dieselbe Piste, die einst Helden machte und jetzt nur noch Statisten lässt.
