Alpe d'huez: die hölle der alpen wartet auf die tour-helden!

Die 20. Etappe der Tour de France 2026 wird in die Annalen der Radsportgeschichte eingehen – als eine der härtesten und spektakulärsten überhaupt. Am Samstag, den 26. Juli, stellt die Strecke von Le Bourg d'Oisans zum Alpe d'Huez ihre Kandidaten für das finale Podium, und die Ausmaße dieser Aufgabe sind schlichtweg atemberaubend.

Ein bergfest von epischen ausmaßen

Ein bergfest von epischen ausmaßen

5600 Höhenmeter auf 171 Kilometern – das ist nicht nur eine Zahl, sondern eine brutale Realität für die erschöpften Fahrer. Die Etappe beginnt zwar in Bourg d’Oisans, doch der vermeintliche direkte Weg zum Alpe d’Huez wird durch eine gewaltige Schleife dramatisch verändert. Zunächst gilt es, den Col de la Croix de Fer zu bezwingen, bevor das Peloton ins Tal der Maurienne hinabfährt. Dort warten der Col du Télégraphe und der legendäre Galibier, dessen Gipfel auf 2642 Metern das “Dach der Tour” markiert.

Doch damit nicht genug. Nach einer halsbrecherischen Abfahrt folgt eine Premiere: Der Alpe d’Huez wird dieses Jahr über den Col de Sarenne anvisiert, ein weiteres Monster der Alpen. Die letzten 14 Kilometer bergauf, wo keine Zuschauer erlaubt sind, werden vermutlich den Unterschied machen. Die Spannung vor diesem Abschnitt ist kaum zu beschreiben. Kurz vor dem Ziel trifft der Parcours auf die Strecke des Vortages, was einen kurzen, aber steilen Anstieg zum gleichen Zielstrich wie am Freitag bedeutet.

Die Ausmaße sind enorm: Es wird nicht nur eine Frage der körperlichen Stärke sein, sondern auch der mentalen Belastbarkeit. Die Minutenabstände, die sich auf dieser Etappe entwickeln werden, werden das finale Klassement maßgeblich beeinflussen. Die Teams werden alles daran setzen, ihre Kapitäne optimal zu positionieren, und taktische Meisterleistungen sind zu erwarten.

Die Luft wird dünn, die Beine brennen, und der Kampf um die begehrten Sekunden wird bis zur letzten Rampe andauern. Es ist ein Kampf gegen die Berge, gegen die Konkurrenz und gegen die eigenen Grenzen. Der Alpe d'Huez wird erneut zum Schauplatz dramatischer Momente und unvergesslicher Szenen.