Alonso: kanada beendet hoffnungen auf aston martin-wunder
Das war's, liebe Motorsportfans! Fernando Alonso hat in Kanada erneut eine bittere Pille schlucken müssen. Nach einem vielversprechenden Freitag und einem kurzen Hoffnungsschimmer in der Qualifikation wurde der Spanier im Sprintrennen von technischen Problemen geplagt und musste schließlich aufgeben. Ein weiteres Kapitel im frustrierenden Jahr für Aston Martin.

Ein verhängnisvoller kontakt und frühe alpträume
Schon der Start des Rennens gestaltete sich für Alonso denkbar ungünstig. Ein Kontakt mit Gabriel Bortoleto im Audi beschädigte das Vorderradaufhängung und bereitete den Ton für einen frühen Ausfall vor. Pedro de la Rosa, Aston Martins Markenbotschafter, bestätigte: „Er hatte ein Problem, das zu seinem Ausfall führte.“ Die Alarmglocken in Alonsos Cockpit schrien bereits, als er sich nach dem Vorfall in der Boxengasse äußerte: „Es gab einige Alarme im Auto und einige Probleme mit der Zuverlässigkeit.“
Die Folgen waren unerbittlich. Zunächst wurde er von Pierre Gasly im Alpine überholt, dann auch noch von Carlos Sainz Jr. im Cadillac. Der Abstieg in der Reihenfolge war besiegelt, und der einst so kämpferische Alonso fand sich am Ende des Feldes wieder. Der Abbruch kam nicht überraschend, da die Reparatur des beschädigten AMR26 unter Zeitdruck stand. „Die Qualifikation findet nur drei Stunden später statt, wir waren außerhalb der Punkte und ich wollte den Jungs in der Box etwas mehr Zeit geben“, erklärte Alonso.
Ein Teufelskreis der Unzuverlässigkeit
Die Situation wurde durch die Probleme von Lance Stroll weiter verschärft, dessen Lenkung versagte und ihn von Beginn an in eine aussichtslose Position brachte. Er musste ebenfalls von der Boxengasse starten. Die Balance des Sprintrennens ist somit eindeutig negativ, obwohl es am Freitag kurzzeitig Hoffnung gab. „Es ist ein Sprintrennen, und Alonso ist immer in der Lage, früher als andere an seine Grenzen zu gehen. Er braucht nicht so viele Runden“, versuchte De la Rosa, die Situation zu relativieren. Doch die alten Dämonen kehrten zurück, und die Zuverlässigkeit des AMR26 bleibt ein hartnäckiges Problem.
Die Qualifikation wird zeigen, in welche Richtung sich Aston Martin wirklich bewegt. Doch die allgemeine Stimmung ist gedrückt. Die Erwartungen an das Team waren hoch, doch die Realität sieht anders aus. Alonso, einst ein Titan des Motorsports, kämpft derzeit gegen ein Auto, das ihm einfach nicht die Leistung bietet, die er benötigt. Die Frage ist nicht, ob Aston Martin die Probleme lösen kann, sondern wann. Denn die Zeit rennt, und die Konkurrenz schläft nicht.
Die Zahl spricht eine deutliche Sprache: Alonso schied vor der 18. Runde aus. Ein trauriger Beweis dafür, dass die Ambitionen von Aston Martin in dieser Saison noch weit von der Realität entfernt sind.
