1860-Debakel: dähne platzt der kragen – „maßlos enttäuscht und stinksauer!“,

München – Der Traum vom Aufstieg ist geplatzt, die Saison endete in einem desaströsen Landespokalfinale. Thomas Dähne, der Torwart des TSV 1860 München, ließ nach der knappen Niederlage gegen die Würzburger Kickers (2:4 i.E.) seiner Frustration freien Lauf. Seine Worte hallen wider und werfen ein schonungsloses Licht auf die Leistungen der Löwen.

Dähnes abrechnung: fehlende überzeugung und vergebene chancen

Dähnes abrechnung: fehlende überzeugung und vergebene chancen

„Es ist eine Mischung aus maßlos enttäuscht und einfach stinksauer“, erklärte Dähne im Gespräch mit BR24Sport. Die erste Halbzeit habe zwar Hoffnung gemacht, doch nach dem Seitenwechsel habe die Mannschaft die Angst vor der eigenen Verantwortung gespürt. „Wir haben nicht mehr mit der Überzeugung gespielt, haben die Bälle verloren und Würzburg das Spiel überlassen.“ Der späte Ausgleichstreffer in der 90. Minute konnte den Routinier nicht trösten. „Im Endeffekt haben wir verdient das 1:1 bekommen. Wir brauchen uns jetzt überhaupt nicht über irgendetwas beschweren.“

Besonders bitter war für Dähne, dass die Entscheidung im Elfmeterschießen fiel, in dem Patrick Hobsch und Kilian Jakob die Nerven versagten. Doch auch hier vermied der Torwart, Schuldzuweisungen zu machen. „0,0 Vorwurf an irgendwelche Spieler beim Elfmeterschießen. Das ist einfach eine Lotterie.“

Die Worte des Trainers stehen im Widerspruch zur Realität

Markus Kauczinski, der Trainer der Löwen, hatte nach dem Spiel von einem positiven Blick in die Zukunft und einem bevorstehenden Umbruch gesprochen. Dähne teilte diese optimistische Sicht jedoch nicht. „Wir sind weit unter unseren Erwartungen geblieben. Wir haben über die meisten Strecken einfach nicht den Fußball gespielt, den wir spielen wollten“, so der Keeper. Die Saison sei ein Desaster gewesen, und er nehme „gar nichts“ Positives mit.

Die Erwartungen an die Löwen waren hoch gewesen, nachdem im Sommer namhafte Spieler wie Kevin Volland und Florian Niederlechner verpflichtet worden waren. Doch der Fehlstart unter Patrick Glöckner und der anschließende Kampf um den Aufstieg hatten die Hoffnungen zunichte gemacht. Dähne sieht noch viel Arbeit vor der Aufgabe, um in der kommenden Saison wieder eine ernstzunehmende Rolle spielen zu können. „Im Endeffekt, glaube ich, muss über die Sommerpause viel aufgearbeitet werden, dass wir nächstes Jahr wieder einen neuen Anlauf nehmen können.“

Die Saison der Sechziger endet somit mit einer bitteren Erkenntnis: Der Weg zurück in Richtung 2. Bundesliga ist noch weit, und es bedarf einer grundlegenden Erneuerung, um die Ambitionen des Vereins zu verwirklichen. Die Worte von Thomas Dähne sind ein Weckruf an die Verantwortlichen und die Fans – die Zeit für leere Versprechungen ist vorbei.