Almirón bekommt rote karte: neuer fifa-paragraf sorgt für aufsehen!
Santa Clara – Schockmoment bei der WM 2026: Der paraguayische Mittelfeldspieler Miguel Almirón wurde am Freitagabend in Santa Clara vom Platz gestellt, nachdem er sich während eines Streits mit dem türkischen Verteidiger Mert Müldür den Mund zugehalten hatte. Grund dafür ist eine kürzlich eingeführte Regel des International Football Association Board (IFAB), die nun erstmals bei einem WM-Spiel angewendet wurde – und für hitzige Diskussionen sorgt.

Die neue regel: mund zuhalten = rote karte
Die Entscheidung, die bei Paraguay für blankes Entsetzen sorgte, fiel in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, als der Stand noch auf 1:0 für Paraguay lautete. Schiedsrichter Iván Barton aus El Salvador wurde vom Videoassistenten auf das unsportliche Verhalten Almiróns aufmerksam gemacht. Die neue Regel, die FIFA-Präsident Gianni Infantino im Frühjahr vehement durchgesetzt hatte, sieht vor, dass das Verdecken des Mundes während eines Spiels als eindeutiger Hinweis auf eine unsportliche Äußerung gewertet wird und somit mit einem direkten Platzverweis geahndet wird.
Der Hintergrund der Regeländerung ist ein Vorfall im Champions-League-Playoff-Duell zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid. Der Benfica-Spieler Gianluca Prestianni hatte Vinícius Júnior rassistisch beleidigt und sich dabei das Trikot vor den Mund gezogen. Infantino argumentierte damals, eine solche Maßnahme sei notwendig, um dem Kampf gegen Rassismus im Fußball eine deutliche Botschaft zu senden. „Man muss vermuten, dass ein Spieler etwas gesagt hat, das er nicht hätte sagen dürfen – sonst hätte er seinen Mund nicht bedecken müssen“, so der FIFA-Boss.
Kritik und Kontroverse Neben dem blanken Erstaunen über die direkte Konsequenz, wirft die Regel auch Fragen nach der Interpretation und der Beweisführung auf. Wie soll ein Schiedsrichter beurteilen, ob das Verdecken des Mundes tatsächlich eine unsportliche Äußerung verbirgt oder lediglich ein reflexartiges Verhalten im Eifer des Spiels ist? Der Vorfall um Almirón dürfte diese Debatte weiter anheizen. Paraguay muss nun ohne ihren wichtigen Mittelfeldspieler in den verbleibenden Spielen der Gruppenphase weiterspielen.
Die Türkei, die bereits mit 1:0 unterlag, steht nun vor einem schwierigen Unterfangen, sich überhaupt noch für die K.O.-Runde zu qualifizieren. Ob die neue Regel eine nachhaltige Wirkung auf das Verhalten der Spieler haben wird, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass der Vorfall in Santa Clara die WM 2026 von Beginn an für Kontroversen sorgen hat.
