Undav entscheidet: deutschland zieht ins wm-achtelfinale ein!
Toronto bebte, als Deniz Undav in der Nachspielzeit den Siegtreffer für die deutsche Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste erzielte. Nach einer müden ersten Halbzeit und einem frühen Rückstand präsentierte sich das DFB-Team in einem packenden zweiten Durchgang und sicherte sich damit den Einzug ins WM-Achtelfinale – ein Erfolg, der auch das Urteil über Bundestrainer Julian Nagelsmann positiv beeinflusst.
Die defensive wackelt, aber das offensivglück ist da
Zweites Spiel, zweiter Sieg: Deutschland schlägt die Elfenbeinküste knapp mit 2:1. Ein historischer Erfolg, denn seit 2006 gelang es der Mannschaft zum zweiten Mal, die ersten beiden WM-Partien zu gewinnen. Doch der Sieg war hart erkämpft. Franck Kessie brachte die Elfenbeinküste in der 30. Minute in Führung, was die DFB-Elf vor eine Zerreißprobe stellte.
Ein Problem bleibt bestehen: Die Defensivleistung ließ erneut zu wünschen übrig. Die Elfenbeinküste nutzte die Schwächen der deutschen Abwehr immer wieder aus. Nagelsmann muss hier dringend ansetzen, um im weiteren Turnierverlauf bestehen zu können.

Undavs super-gen und nagelsmanns taktische finesse
Der eingewechselte Deniz Undav avancierte zum Helden des Abends. Mit einem Doppelpack (68., 90.+4) drehte er die Partie und bewies einmal mehr sein unglaubliches Torinstinkt. „Er ist einfach ein Vollblutstürmer“, lobte Nagelsmann nach dem Spiel. Doch nicht nur Undavs Treffs waren entscheidend. Auch die taktischen Wechsel des Bundestrainers trugen maßgeblich zum Sieg bei.
Nagelsmann reagierte schnell auf den Rückstand und brachte frische Kräfte ins Spiel. Nadiem Amiri bereitete das 1:1 mit einer brillanten Flanke vor, und Undav sorgte dann für den umjubelten Siegtreffer. „Wir sind mit Rückschlägen gut umgegangen“, erklärte Nagelsmann. „Es war emotional. Jeder Spieler hat heute seine Wertigkeit gespürt.“

Die außenverteidiger-baustelle und der blick nach ecuador
Trotz des Sieges bleibt eine Baustelle: die Außenverteidigerpositionen. Joshua Kimmich hatte gegen Yan Diomande ein ums andere Mal das Nachsehen, und auch Nathaniel Brown hatte es schwer, ins Spiel einzugreifen. Hier muss Nagelsmann gegen Ecuador eine Lösung finden, um die Defensive zu stabilisieren.
Am Freitag trifft die DFB-Elf im letzten Gruppenspiel auf Ecuador. Ein Sieg würde den Gruppenersten bedeuten, während ein Unentschieden wohl ausreichen würde, um als Zweiter ins Achtelfinale einzuziehen. Die Vorfreude auf das nächste Spiel ist groß, denn Deutschland hat gezeigt, dass es zu den Top-Teams bei dieser WM gehört.
So wie es aussieht, ist Julian Nagelsmann auf dem besten Weg, ein erfolgreicher Turniertrainer zu werden. Die klaren Rollenprofile und die taktische Flexibilität haben sich bereits jetzt ausgezahlt. Deutschland hat eine starke Mannschaft, die bereit ist, alles zu geben. Die Welt schaut gespannt zu!
